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Politik

Gesundheitsausgaben pro Kopf in Deutschland schneller gestiegen als im OECD-Schnitt

Donnerstag, 28. Juni 2018

/Stockfotos-MG, stockadobecom

Berlin – In Deutschland sind die Pro-Kopf-Ausgaben im Gesundheitswesen im vergangenen Jahr deutlich schneller gestiegen sind als im OECD-Schnitt. In Deutschland lagen die Ausgaben bei gut 4.930 Euro – im Durchschnitt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) waren es gut 3.500 Euro, wie das Berliner Büro der Organisation heute mitteilte. Das sind etwa 70 Prozent mehr, als die OECD-Länder für jeden Bürger für Bildung ausgeben.

Wie die Vergleichsdaten weiter zeigen, hat Deutschland gemessen an der Wirtschafts­leistung mit die höchsten Gesundheitsausgaben im Vergleich zu anderen Industrie­ländern. 2017 lagen die öffentlichen und privaten Ausgaben für Gesundheit hierzulande bei 11,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und damit 2,4 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der OECD-Länder.

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Spitzenreiter waren demnach die USA mit einem Anteil von 17,2 Prozent am BIP, gefolgt von der Schweiz (12,3 Prozent) und Frankreich (11,5 Prozent). In der  Türkei (4,2 Prozent) und in Mexiko (5,4 Prozent) floss der geringste Anteil der Jahreswertschöpfung in die Gesundheitssysteme.

Alles in allem wachsen die Gesundheitsausgaben der OECD-Länder. Mit einem Plus von 3,4 Prozentpunkten wurde 2016 die höchste Rate seit 2009 erreicht, obwohl der Anstieg immer noch unter dem aus der Zeit vor der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise liegt. Die vorläufigen Zahlen für 2017 deuten auf einen Anstieg um etwa 2,5 Prozentpunkte hin. © afp/aerzteblatt.de

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