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Biopharmazeutische Zulassungen auf Rekordhoch

Freitag, 29. Juni 2018

Petrischale Gentechnik GVO /science photo stock.adobe.com
Biopharmazeutika werden in Zellinien von Säugetieren, Mikroorganismen oder mit Pflanzen in Bioreaktoren hergestellt. /science photo stock.adobe.com

Frankfurt am Main – Biopharmazeutika sind weiter im Aufwind. 2017 gab es mehr Zulassungen für Biopharmazeutika als je zuvor. Insgesamt wurden 23 Präparate zugelassen. Damit haben die Biopharmazeutika erstmals auch die Neuzulassungen anderer Medikamente (22) überholt. Das ist ein Ergebnis des jetzt veröffentlichten Branchenreports „Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2018“ der Boston Consulting Group (BCG) im Auftrag der Interessengruppe Biotechnologie im Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa bio).

Demnach erwies sich die Branche der medizinischen Biotechnologie im vergangenen Jahr erneut als Jobmotor. Bundesweit stieg die Anzahl der branchenweit Beschäftigten um 6,6 Prozent auf 47.000 Mitarbeiter. Der Umsatz mit Biopharmazeutika betrug 10,2 Milliarden Euro gegenüber 9,3 Milliarden Euro im Vergleichsjahr 2016. Ihr Marktanteil erreichte 26,0 Prozent (zuvor 24,8 Prozent).

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„Ausschlaggebend dafür sind weiter zunehmende Verordnungen aufgrund des hohen Bedarfs“, sagte vfa-bio-Vorsitzender Frank Mathias bei der Vorstellung des Reports in Frankfurt. So ließen sich mit Biopharmazeutika etwa in der Immunonkologie oder der Behandlung bestimmter Stoffwechselerkrankungen Therapien verwirklichen, die anders gar nicht möglich wären.

Der medizinische Bedarf für Biopharmazeutika zeigt sich auch in den Entwicklungs­projekten. Laut Studie befinden sich bei den untersuchten Unternehmen 639 weitere Biopharmazeutika in der klinischen Erprobung; damit bleiben die Anstrengungen für künftige Produkte auf gleichbleibend hohem Niveau wie im Vorjahr.

Bei Biopharmazeutika handelt es sich um Wirkstoffe, die in gentechnisch veränderten Organismen biotechnologisch hergestellt werden. © hil/sb/aerzteblatt.de

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