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Politik

Rentenversicherung stärkt Kinderrehabilitation

Freitag, 29. Juni 2018

/dpa

Berlin – Die Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung hat Ende Juni eine gemeinsame Richtlinie zur Kinderrehabilitation verabschiedet. Diese soll den Zugang von Minderjährigen zu den Rehabilitationsleitungen der Rentenversicherung nachhaltig erleichtern.

„Die Rentenversicherung kann so künftig noch besser dazu beitragen, dass Krankheiten und daraus resultierende Folgen bei jungen Menschen nicht bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben“, unterstrich Gabriele Frenzer-Wolf, Vorsitzende der Bundesvertre­terversammlung, die Bedeutung der neuen Richtlinie.

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Ambulant nun möglich

Sie begrüßte die Ausweitung der bisher nur stationär zu erbringenden Leistungen um ambulante Angebote für Kinder und Jugendliche. Die Deutsche Rentenversicherung könne nun flexibler und individueller auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingehen. Die Ausweitung der Kinder- und Jugend-Reha auf den ambulanten Bereich biete zudem den Vorteil, dass die jungen Menschen in ihrem vertrauten Umfeld verbleiben könnten.

Darüber hinaus haben Kinder nach der neuen Richtlinie bei einer Rehabilitation nicht mehr nur bis zum 10., sondern bis zum 12. Lebensjahr Anspruch auf Begleitung durch einen Familienangehörigen – unabhängig von der Schwere der Erkrankung. Zudem fällt die Vierjahresfrist für die Wiederholung einer Kinder- oder Jugend-Reha künftig weg. Damit ist eine erneute Behandlung in deutlich kürzeren Abständen möglich.

Im vergangenen Jahr haben rund 54.500 Kinder und Jugendliche eine Rehabilitation der Rentenversicherung beantragt. Nachdem die Anträge auf Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen in den vergangenen Jahren rückläufig waren, ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 1,3 Prozent zu verzeichnen. In den Jahren zuvor gab es einen spürbaren Antragsrückgang. Wurden 2012 noch rund 67.200 Anträge bei der Rentenversicherung gestellt, waren es 2016 nur noch rund 53.800.

Die Bundesvertreterversammlung besteht aus jeweils 30 Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber. Sie klären unter anderem grundsätzliche Rechtsfragen und beschließen Richtlinien, um eine einheitliche Rechtsanwendung bei allen 16 Rentenversicherungsträgern in Deutschland sicherzustellen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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