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Ausland

Tschechien beschränkt Medikamentenausgabe im Kampf gegen Crystal

Montag, 2. Juli 2018

/simon, stock.adobe.com

Prag – Tschechien geht gegen die illegale Herstellung der gefährlichen Droge Crystal vor. Als Ausgangsstoff dienen dabei oft Medikamente gegen Erkältungen mit dem Grundstoff Pseudoephedrin. Die Ausgabe dieser rezeptfreien Arzneimittel werde vom 1. Juli an begrenzt, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums in Prag mit.

Demnach darf je Patient in Tschechien nur noch eine maximale Menge von 900 Milligramm des Wirkstoffs Pseudoephedrin innerhalb eines Zeitraums von einer Woche ausgegeben werden. Um dies kontrollieren zu können, müssen die Apotheken künftig den Namen des Kunden und die ausgegebene Menge an Medikamenten elektronisch an eine zentrale Datenbank übermitteln. Die Patienten müssen dazu ihren Personal­ausweis vorlegen.

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Zugleich räumten die Behörden ein, dass der Großteil der Ausgangsstoffe nicht aus tschechischen Apotheken stammt, sondern aus dem Ausland illegal eingeführt wird. Der Schlag richte sich in erster Linie gegen „kleine Drogenlabore für den Haus­gebrauch“, hieß es.

Crystal, in Tschechien Pervitin genannt, macht schnell abhängig und führt zu einem gravierenden psychischen und körperlichen Verfall. Der Synthetikstoff ist seit einiger Zeit auch im deutschen Grenzgebiet zu Tschechien in Bayern und Sachsen auf dem Vormarsch. © dpa/aerzteblatt.de

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