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Ärzteschaft

Intensivere Patientenaufklärung kostet Zeit

Montag, 2. Juli 2018

/asawinklabma, stockadobecom

Wiesbaden – Mangelnde Einsicht in die Versorgungsabläufe im Krankenhaus und die dortige Arbeitsbelastung der Ärzte hat der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) den Ge­sund­heits­mi­nis­tern der Länder vorgeworfen. Anlass ist deren Forderung, Patienten nicht nur mündlich über Diagnose und Behandlung zu informieren, sondern künftig nach jeder stationären Behandlung einen Patientenbrief zu überreichen. Dieser soll Diagnosen und Therapie­maßnahmen in laiengerechter Sprache erläutern.

Der BDI äußert Verständnis dafür, dass Patienten die Arztbriefe nach stationärer Behandlung besser verstehen möchten. Gleichwohl seien diese Arztbriefe in erster Linie notwendig, um Befunde mit der medizinisch notwendigen Nomenklatur zu beschreiben und zu übermitteln, Diagnosen nach übereinstimmender Definition zu definieren und Information für die Weiterbehandlung zu übermitteln. Eine bessere Information der Patienten könne daher nur erfolgen, wenn die behandelnden Ärzte ihm zusätzliche Informationen zum Arztbrief in patientenverständlicher Formulierung zur Verfügung stellen würden.

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„Die Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz irrt, wenn sie glaubt, dass eine erweiterte Patien­ten­information für die Ärzteschaft keinen zusätzlichen bürokratischen Aufwand auslöst“, schreibt der BDI. Dieser Aufwand müsse bei der Personalplanung und bei der Finanzierung Berücksichtigung finden.

Der BDI empfiehlt den Ge­sund­heits­mi­nis­tern der Länder „sich nochmals fachkundig zu machen und sich dann erneut mit der Thematik zu befassen“. Eine Fortentwicklung der Patientenrechte und der transparenten Patienteninformation war eine der Kernfor­derungen der diesjährigen Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz vergangene Woche in Düsseldorf. © hil/aerzteblatt.de

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