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Ausland

Haftstrafe für südafrikanischen Medizinmann

Mittwoch, 4. Juli 2018

Kapstadt – Ein Medizinmann ist in Südafrika wegen Leichenschändung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Wie die Staatsanwaltschaft gestern Abend mitteilte, hatte der Mann den Kopf einer Leiche abgetrennt, um aus diesem offenbar traditionelle Medizin herzustellen. Immer wieder rücken Südafrikas traditionelle Heiler wegen fragwürdiger Praktiken ins Visier der Ermittler.

Die Polizei hatte Untersuchungen eingeleitet, nachdem Friedhofsbesucher in der Provinz Freistaat auf einen Sarg mit einer kopflosen Leiche darin gestoßen waren. Die Spur führte die Ermittler zu einem lokalen Medizinmann, einem „Sangoma“. „Er hatte den Kopf in eine Plastiktüte gesteckt und mit nach Hause genommen mit dem Zweck, sein Geschäft anzukurbeln“, zitiert das südafrikanische Nachrichtenportal News24 den Regierungssprecher Mpho Mokhethi.

Der Einfluss von traditionellen Heilern ist in Südafrika trotz voranschreitender Modernisierung ungebrochen. Ihre Medizin („Muti“), stellen die Schamanen aus Pflanzen und Tieren her – und in selteneren Fällen auch aus menschlichen Körperteilen. Lokale Medien berichten jährlich von „Muti-Morden“. Diese werden von einer Sondereinheit der Polizei ermittelt, die sich ausschließlich mit Okkultismus-Verbrechen beschäftigt. © kna/aerzteblatt.de

LNS

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