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Ausland

Hilfsorganisation klagt über Desinteresse für Entwicklungshilfe

Freitag, 6. Juli 2018

/africa, stock.adobe.com

Tönisvorst – Der Einsatz für Entwicklungshilfe wird laut der Hilfsorganisation action medeor immer stärker hinterfragt. Früher habe die Organisation private Spender, Unternehmen, öffentliche Geldgeber und Stiftungen leichter dafür gewinnen können, die Arbeit zu unterstützen, teilte action medeor heute in Tönisvorst mit.

„Jetzt hören wir, dass man sich besser den Problemen hier in Deutschland zuwenden sollte“, sagte der Vorstandssprecher Bernd Pastors. Menschen, die in Deutschland in Not seien, müssten Hilfe bekommen, genauso wie Menschen in Entwicklungsländern. Das eine dürfe nicht gegen das andere ausgespielt werden, so Pastors.

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Die Hilfsorganisation verschickte im vergangenen Jahr laut eigenen Angaben 13.889 Pakete mit Arzneimitteln in 91 Länder. 5,8 Millionen Menschen in Not seien mit Medikamenten versorgt worden. Im Fokus standen die humanitären Krisen in Syrien, Irak, Jemen, Südsudan, Somalia und Kongo, wie es hieß. Weiter seien Sierra Leone, Liberia, die Philippinen, Nepal und Haiti beim Wiederaufbau unterstützt worden.

Im Vergleich zu Naturkatastrophen nähmen politische Krisen zu, so action medeor. Diese würden oft durch Kriege, Staatsauflösungen, eine zunehmende soziale Ungleichheit und den Klimawandel ausgelöst. „Die Folge ist, dass Gesundheits­strukturen vollkommen zusammenbrechen, Verletzte und chronisch Kranke nicht versorgt werden können und einfach zu behandelnde Erkrankungen lebensgefährlich werden“, so die Organisation. © kna/aerzteblatt.de

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