NewsAuslandItalien weicht umstrittene Impfpflicht auf
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Italien weicht umstrittene Impfpflicht auf

Freitag, 6. Juli 2018

/itataekeerati, stock.adobe.com

Rom – Die neue Regierung in Italien weicht die umstrittene Impfpflicht auf. Vom kommenden Schuljahr an müssen Kinder und ihre Eltern nur noch eine Selbstauskunft über die erfolgten Impfungen vorlegen, erklärte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Giulia Grillo gestern in Rom. Bisher musste eine Bestätigung von der Gesundheitsbehörde vorgelegt werden, damit die Kinder in Kita und Schule gehen dürfen.

Grillo, Politikerin der Fünf-Sterne-Protestbewegung, betonte, dass sie keineswegs gegen Impfungen sei. Sie selbst erwarte derzeit ein Kind und werde es als erstes impfen lassen. Die Fünf Sterne wie auch die mitregierende rechtspopulistische Lega hatten im Wahlkampf versprochen, die Impfpflicht abzuschaffen. Diese war im vergangenen Jahr in Kraft getreten. Demnach müssen Kinder unter 17 Jahren gegen zehn Krankheiten geimpft werden, darunter Masern, Keuchhusten, Windpocken, Mumps und Röteln.

Anzeige

Die Impfpflicht in Italien hatte die Vorgängerregierung nach einem Masernausbruch eingeführt. Die Impfrate für Masern war unter 95 Prozent gefallen. Laut Weltgesund­heitsorganisation sind aber Impfraten von mindesten 95 Prozent nötig sind, um Epidemien zu verhindern und die Krankheit auszurotten. Grillo sagte, die Impfrate habe sich seit der Einführung der Pflicht bei Babys auf 91,7 Prozent (von 87,3 Prozent im Jahr 2016) erhöht. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

20. November 2018
Berlin – Die Bundesregierung reagiert auf Probleme bei der Versorgung der Menschen mit dem tetravalenten Impfstoff gegen Influenza. Hintergrund sind anhaltende Hinweise auf eine Fehlverteilung in
Tetravalente Grippeimpfstoffe abverkauft, Ministerium reagiert auf Versorgungsprobleme
19. November 2018
Stockholm – Die Zahl der Masernerkrankungen ist in Europa weiter zurückgegangen. Im September wurden in den 30 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EU/EAA) noch 234 Erkrankungen gemeldet. Die
Weniger Masern und Röteln in Europa
19. November 2018
Tel Aviv – In Israel sind seit Jahresbeginn 1.849 Masernfälle registriert worden. Das ist der schwerste Masernausbruch seit mehr als zehn Jahren. Mit 936 Fällen wurden die meisten Erkrankten nach
Mehr als 1.800 Masernfälle seit Jahresbeginn in Israel
16. November 2018
Köln – Kinder- und Jugendärzte verlangen von den Krankenkassen mehr Anstrengungen beim Thema Impfen. Die Kassen müssten „mehr Aufklärung betreiben, ihre Versicherten gezielter ansprechen“, sagte der
Ärzte verlangen mehr Anstrengungen der Kassen fürs Impfen
13. November 2018
Berlin – In Deutschland erkranken jedes Jahr mehr als 650.000 Menschen an einer Lungenentzündung. Spezialisten der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) sehen sowohl die Patienten als auch
Geriater warnen vor Pneumonie bei älteren Menschen
7. November 2018
Frankfurt am Main – Wenn es um den Schutz vor Grippe geht, sind viele Mitarbeiter des Gesundheitswesens offenbar Impfmuffel. Die Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen hat daher heute an medizinisches Personal
Landesärztekammer will mehr Grippeimpfungen bei Klinikpersonal
7. November 2018
Rostock – Erstmals hat ein Impfstoffkandidat gegen das Chikungunya-Virus erfolgreich eine Phase-2-Studie mit 263 Teilnehmern abgeschlossen. Forschern der Universitätsmedizin Rostock ist es zusammen
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER