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Wissenschaftler erproben technische Weiterentwicklung des Mammografie

Dienstag, 10. Juli 2018

Digitale Tomosynthese der Brust: Studien zeigen, dass spikulierte, also „sternförmige“ Herdbefunde (siehe Pfeil) mithilfe der Tomosynthese leichter diagnostiziert werden können. /IKR

Münster – Radiologen am Universitätsklinikum Münster erproben in einer großen Flächenstudie, ob die technische Weiterentwicklung der digitalen Mammografie zum Schichtbildverfahren (digitale Brust-Tomosynthese) dem derzeitigen Standard im Mammografiescreening überlegen ist. Dazu wollen sie 80.000 Frauen zwischen 50 und 69 Jahren für die Datenerhebung gewinnen.

„Mit der Weiterentwicklung der digitalen Mammografie zur Brust-Tomosynthese steht eine Technologie zur Verfügung, die durch die Berechnung dreidimensionaler Datensätze potenzielle Gewebeüberlagerungen in der Brust reduziert und daher diagnostische Vorteile bieten kann“, erläuterte Walter Heindel, Direktor des Instituts für Klinische Radiologie der Uniklinik Münster. Erste Ergebnisse der „ToSyMa“ genannten Studie erwarten die Münsteraner Ende 2020.

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Die Teilnehmerinnen bei ToSyMa werden zufällig – mit einer Chance von 50 zu 50 – entweder der Gruppe mit Standard-Mammografie zugewiesen oder der Gruppe mit Tomosynthese und daraus errechneter, synthetischer Mammografie. In beiden Gruppen werden die Entdeckungsraten von Brustkrebs sowie die Häufigkeiten der Abklärungs­diagnostik miteinander verglichen.

Die Untersuchungen sollen über zwölf Monaten an 17 Screeningeinheiten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen erstellt werden. Zusammen mit ihrer regulären schriftlichen Einladung zum Screening haben Frauen ab dem vergangenen Monat das Angebot erhalten, an der Studie teilzunehmen. Mehr als 200.000 entsprechende Schreiben hat das Studienteam dazu verschickt.

Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre zum Mammografie­Screening eingeladen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten des Früh­erkennungs­programms als Regelleistung. © hil/aerzteblatt.de

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