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Politik

Neues Meldeverfahren soll Lieferengpässen bei Impfstoffen entgegenwirken

Dienstag, 10. Juli 2018

/industrieblick, stockadobecom

Frankfurt am Main – Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat das Melde­verfahren zu Lieferengpässen von Impfstoffen zusammen mit dem Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und dem Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) sowie mit einzelnen Herstellern verfeinert. Ziel ist, früher Maßnahmen ergreifen zu können und so mögliche Auswirkungen der Lieferengpässe auf die Impfraten zu verhindern.

„Mit der dritten Revision des Lieferengpasskonzeptes ist es uns gelungen, den Informationsaustausch zwischen Impfstoffherstellern und den Bundesbehörden weiter zu verbessern und Informationen hierzu transparent anzubieten”, sagte der Präsident des PEI, Klaus Cichutek. Konkret hat das PEI von nun an die Möglichkeit, bei einem drohenden Impfstoffengpass mehr Informationen anderer Hersteller über deren Bestände zu erhalten und so einen Engpass genauer vorherzusehen und darauf zu reagieren, zum Beispiel durch Alternativempfehlungen.

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Seit Oktober 2015 veröffentlicht das PEI die von den Herstellern gemeldeten Lieferengpässe bei Impfstoffen. Diese Lieferengpässe können entstehen, wenn Hersteller aus technischen oder anderen Gründen nicht genügend Impfstoff ausliefern können oder eine unerwartete vermehrte Nachfrage die Kapazitäten der Hersteller überschreitet.

Die Lieferengpassliste informiert Fachkreise und alle Interessierten darüber, welche Impfstoffe beim Hersteller nicht verfügbar sind und wie lange diese Impfstoffe nicht ausgeliefert werden können. Diese Informationen erhält das PEI von den Impfstoffherstellern. Sie melden die Engpässe auf freiwilliger Basis an das PEI.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) bewertet wiederum die Informationen zu Lieferengpässen dahingehend, ob sie Einfluss auf die Umsetzung der Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) haben könnten. Falls dies der Fall ist – insbesondere wenn kein alternativer Impfstoff in derselben Zusammensetzung zur Verfügung steht – gibt die STIKO Hinweise, welche anderen Impfstoffe wahlweise verwendet werden können. © hil/aerzteblatt.de

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