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Politik

Mehr als 500 Tote durch Krankenhauskeime in Berlin

Dienstag, 10. Juli 2018

/dpa

Berlin – In Berlins Krankenhäusern sind in den vergangenen Jahren 534 Menschen an Krankenhauskeimen gestorben. Seit 2009 gab es insgesamt 3.482 Infektionen, wie aus einer Antwort der Gesundheitsverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Florian Graf hervorgeht. Medien hatten zuvor darüber berichtet.

Graf fordert einheitliche Qualitätsstandards bei der Bekämpfung von Krankenhaus­keimen in allen Berliner Kliniken sowie engmaschige Kontrollen. „Davon ist Berlin leider im Moment noch weit entfernt“, so der Abgeordnete.

Die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) verwies heute angesichts der Daten auf „die zahlreichen und intensiven Bemühungen der Berliner Krankenhäuser, Patienten­sicherheit, Hygiene und insbesondere den Schutz der Patienten vor nosokomialen Infektionen sicherzustellen“.

Die von den Krankenhäusern in den vergangenen Jahren ergriffenen Maßnahmen hätten dazu geführt, dass die Infektionen mit dem häufigsten MRSA-Keim seit Jahren rückläufig seien und inzwischen unter dem europäischen Durchschnitt lägen, sagte BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner. Bei den Infektionen insgesamt sei in den vergangenen Jahren kein wesentlicher Anstieg zu beobachten. Dennoch sei „jeder Einzelfall ein Fall zu viel“. © dpa/may/aerzteblatt.de

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Writingangel
am Mittwoch, 11. Juli 2018, 12:25

Artemisinin und Derivate haben einen durchschlagenden Erfolg auf die meisten Viren/Bakterien

- das haben die dreißigjährigen Forschungen von Frau Dr. Tu Youyou und hunderte anderer Studien nachgewiesen - ein wesentlicher Grund für den Nobelpreis 2015. Natürlich wirkt Artemisia annua nicht direkt auf Parasiten, aber sehr wohl auf deren krankmachenden Keime, die diese auf Menschen übertragen. Bitte studieren sie dazu die Literatur, die z.T. aus der klinisch-therapeutischen Praxis für Anwender entstanden ist. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=artemisia+annua
doc.nemo
am Mittwoch, 11. Juli 2018, 09:13

Auf das Panaceum warten wir immer noch!

Um einem verbreiteten Missverständnis entgegenzuwirken: der Nobelpreis für Professor Tu Youyou ist keineswegs als Anerkennung für die „traditionelle chinesische Medizin“ (TCM) zu betrachten. Sie hat eine klassische pharmakologische Charakterisierung von Artemisinin durchgeführt. Tausende von Pflanzen besitzen wirksame Inhaltsstoffe, aber praktisch alle sind erst nach einer pharmakologischen Aufarbeitung sinnvoll einsetzbar. So war Chinarinde in der „traditionellen südamerikanischen Medizin“ ebenfalls lange als Mittel gegen Malaria bekannt, aber erst die Reindarstellung von Chinin lieferte ein wertvolles Medikament. Nur weil etwas „alt“ ist, ist es noch lange nicht gut. Zugelassen ist Artemisinin zudem bislang nur zur Behandlung der unkomplizierten Malaria - da hatten die alten Südamerikaner die Nase vorn: Chinin ist noch immer ein Reservemedikament bei der komplizierten Malaria tropica. Angesichts der Fülle der in der TCM eingesetzten Pflanzen ist es nicht verwunderlich, wenn die eine oder andere tatsächlich auch pharmakologisch wirksame Inhaltsstoffe besitzt.
Auf das allumfassende Panaceum warten wir Mediziner, leider vergeblich, schon seit Jahrtausenden. Gefunden wurde es bislang nicht, auch wenn viele Außenseiter und Alternativmediziner das für ihre jeweilige Spezialität behaupten. Den Beweis sind sie allesamt schuldig geblieben. Insofern dürfen wir getrost davon ausgehen, dass auch Artemisinin diesen Anspruch für Infektionskrankheiten nicht einlösen wird. Und schon gar nicht „nebenwirkungsfrei“.
Staphylococcus rex
am Dienstag, 10. Juli 2018, 23:20

Wenn alles so einfach wäre,

dann bräuchte man keine Mikrobiologen, Infektiologen, Hygieniker, Apotheker, man bräuchte auch keine Desinfektionsmittel und keine Antibiotika.

@MPeuser: Forschungsberichte werden in Fachjournals veröffentlicht, nicht im Ge­sund­heits­mi­nis­terium.
@Writingangel: Eine interessante Heilpflanze ist noch lange kein Wundermedikament. Und ein Mittel, welches sowohl Parasiten als auch Bakterien und Viren effektiv stoppen kann, gibt es nicht. Die Patienten, die mit einer schweren Sepsis auf der ITS liegen, brauchen kein Mittel mit einem statistisch messbaren Effekt, sie brauchen Mittel mit einer wirklich durchschlagenden Wirkung. Die alten Wundermittel wie Meropenem und Vancomycin werden langsam stumpf und ich warte schon lange auf neue Wirkstoffe. Und solange wir die nicht haben, helfen nun einmal nur die Klassiker wie Hygiene, hausinterne Behandlungsleitlinien und eine gute Logistik im Krankenhaus.
Writingangel
am Dienstag, 10. Juli 2018, 20:30

Infektions-Erkrankungen und -Tote können wahrscheinlich leicht vermieden werden!

Ich bin überzeugt davon, dass viele dieser Menschen nicht hätten sterben müssen, wäre den Ärzten und Pharmakologen bekannt, dass die Artemisia annua - für die 2015 nach 30 Jahren Prof. Tu Youyou mit dem Medizin Nobelpreis für ihre Erforschung der Artemisia annua gegen Malaria ausgelobte wurde - fast alle Infektionskeime, viruelle wie bakterielle in kurzer Zeit nebenwirkungsfrei stoppen kann. Es gibt ca. 1.570 peer-reviewed Studien - allein 930 bezügl. Infektionserkrankungen von Aids über Ebola, Malaria, Grippe usw. und weitere 640 über die Wirkung auf virulente Krebsformen (!) Bitte informieren sie sich über diese bestens erforschten therapeutischen Möglichkeiten mit einer 2.500 Jahre alten Medizinpflanze aus China, die mittlerweile in vielen Applikationsformen vorliegt - Artemisinin-Extrakte, Artesunate, Artemether e.a.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=artemisia+annua
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed?term=(CANCER)+AND+(qinghao+OR+%22qing+hao%22+OR+%22artemisia+annua%22+OR+%22artemisiae+annuae%22+OR+artemisinin+OR+%22sweet+annie%22+OR+%22sweet+wormwood%22)
MPeuser
am Dienstag, 10. Juli 2018, 18:28

Krankenhauskeime

Vor einem Jahr sandte ich meinen Forschungsbericht zur Verminderung der Todesopfer durch Krankenhauskeime an das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium. Es erklärte sich für nicht zuständig. Kürzlich sandte ich meinen Forschungsbericht über die Ursache der Entstehung von Autismus an das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium. Es erklärte sich für nicht zuständig.
Ich schlage vor dieses Ministerium in Krankheitsministerium umzubenennen.

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