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Ärzteschaft

KV Niedersachsen schlägt erneut Gebühr für Notaufnahme vor

Mittwoch, 11. Juli 2018

/dpa

Hannover – Um überflüssige Besuche in der Notaufnahme von Krankenhäusern zu verhindern, hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen erneut die Einführung einer Gebühr vorgeschlagen.

„Ich kann mir 50 Euro pro Patient vorstellen“, sagte KV-Chef Mark Barjenbruch der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. „Wenn 90 Prozent der Patienten in der Notaufnahme keine Notfälle sind, muss das eine Option sein.“ Die Notfallambulanzen seien dazu da, schwer kranken Menschen zu helfen – deshalb sei eine Priorisierung unabdingbar, erklärte Barjenbruch.

Seinen Worten zufolge forderte die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung bereits 2016 eine Kostenbeteiligung. „Dieses Geld kann in einen Fonds fließen, um andere Projekte im Gesundheitswesen zu fördern.“ 

Um Patientenströme besser zu leiten, sei es das Anliegen, die Nummer des kassenärztlichen Bereitschafts­dienstes stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen, sagte der Vorstandschef und gab zu bedenken: „Ich zweifele jedoch daran, dass Aufklärung allein das Problem lösen kann.“

Die Praxisgebühr sollte helfen, Hausärzte zur ersten Anlaufstation zu machen und Besuche bei teuren Spezialisten zu verringern. Die Rede war vom „Lotsen im Gesundheitswesen“. Die Gebühr war allerdings sehr unbeliebt und wurde 2013 wieder abgeschafft. © dpa/aerzteblatt.de

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e.ne
am Donnerstag, 12. Juli 2018, 05:49

Sich auf einen "Hausarzt" verlassen?

Man kann sich leider nicht auf jeden praktischen Arzt verlassen.
Ich kenne z.Zt. Eine, die mir eine Überweisung zu einem Facharzt gibt,
wenn ich sie darauf anspreche. Der die Befunde kommen zu ihr zurück -
dann macht sie das, was da steht. Aber von ihr - kommt gar - nichts!
e.ne
am Donnerstag, 12. Juli 2018, 05:47

Das geht nicht. Das ist viel zu viel.

Studenten haben ca 600 Euro - sehr viele Rentner haben nur 5-6-700 Euro.
Wer allein von diesen Gruppen hat denn 50 Euro im Haus? oder übrig?
Von diesem Geld geht die Miete ab, öffentlicher Nahverkehr, neben Essen
Trinken, Kleidung, Friseur, Kosmetik. Was nicht da ist, ist nicht da - an Geld.
Und dann noch die vielen Anderen, nicht von mir Erwähnten.

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