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Nach Terror am Breitscheidplatz: 189 Entschädigungs­anträge gestellt

Mittwoch, 11. Juli 2018

Beim Terroranschlag am Breitscheidplatz in Berlin waren am 19. Dezember 2016 mindestens zwölf Menschen getötet und rund 50 verletzt worden. /dpa

Berlin – Auch rund anderthalb Jahre nach dem Terroranschlag auf den Weihnachts­markt an der Berliner Gedächtniskirche gehen bei der zuständigen Berliner Behörde noch einzelne Anträge auf Entschädigung ein. Bis Mitte Juni 2018 seien 189 Anträge beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) eingegangen, sagte dessen Präsident Franz Allert gestern bei der Vorstellung des Jahresberichts 2017. 94 Bescheide seien erteilt worden. Eine Person kann mehrere Anträge stellen.

Im Jahresbericht sind einige Entschädigungen mit Stand von Ende Februar aufgelistet: In acht Fällen sei ein Bestattungsgeld von 1.745 Euro gezahlt worden. Daneben wurden demnach drei Witwerrenten (443 Euro pro Monat) und vier Waisen- (233 Euro) und Halbweisenrenten (124 Euro) bewilligt. In 21 Fällen bekamen Opfer laufende Beschädigtenrenten: Deren Höhe richtet sich nach der Schwere der gesundheitlichen Folgen und liegt zwischen 141 und 736 Euro im Monat.

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Wie Allert sagte, sind unter den Antragstellern auch Menschen, die sich lediglich in der Nähe des Anschlagsortes aufhielten, aber nicht unmittelbar zum Opfer wurden. Auch sie versuchten, entschädigt zu werden. Im Jahresbericht ist zunächst von acht abgelehnten Anträgen die Rede, in denen die Voraussetzungen für einen Anspruch nicht vorgelegen hätten.

Angehörige von Opfern hatten sich vor einigen Wochen über zu niedrige Entschä­digungsrenten beschwert. Daneben hatten die meisten Opfer allerdings schon einmalige Geldbeträge als Schmerzensgeld erhalten. Bis zum 19. Juni wurden 1,842 Millionen Euro ausgezahlt, hieß es. Bei dem Anschlag am 19. Dezember 2016 hatte der Terrorist Anis Amri 12 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt. Weitere Menschen wurden traumatisiert. © dpa/aerzteblatt.de

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