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Politik

Prävention: Landesrahmen­vereinbarung in Berlin soll Koordination verbessern

Donnerstag, 12. Juli 2018

/magann, stockadobecom

Berlin – Für eine bessere Abstimmung von Präventionsaktivitäten soll eine neue Landesrahmenvereinbarung in Berlin sorgen. Die Gesundheitssenatorin der Stadt Dilek Kolat (SPD) hat sie jetzt ebenso wie verschiedene Sozialversicherungsträger unterzeichnet. Die Vereinbarung regelt die Zusammenarbeit des Landes Berlin mit den Landesverbänden der Krankenkassen, den Renten- und Unfallversicherungsträgern sowie der Arbeitsagentur im Bereich der Gesund­heits­förder­ung und Prävention.

„Unser Ziel ist eine konzertierte Aktion für mehr Gesundheit. Gemeinsam können wir viel erreichen. Dabei geht es mir darum, bestehende und geplante Maßnahmen gut aufeinander abzustimmen und zu einem großen Ganzen zusammenzufügen“, sagte Kolat. Die Landesrahmenvereinbarung sei dafür die geeignete Plattform.

Hintergrund der Vereinbarung ist das Präventionsgesetz im fünften Sozialgesetzbuch. Es verpflichtet vor allem die Krankenkassen dazu, pro Jahr mindestens rund 7,17 Euro pro Versicherten für Prävention einzusetzen. Für Berlin bedeutet das bei etwa drei Millionen gesetzlich Versicherten mehr als 20 Millionen Euro. Das Land Berlin selbst gibt noch einmal rund zwei Millionen Euro für Primärprävention aus.

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Von dem Geld fließen pro Jahr 4,9 Millionen Euro in Gesund­heits­förder­ung und Prävention in Lebenswelten wie Kitas und Schulen sowie 6,3 Millionen in die betriebliche Gesund­heits­förder­ung. Dazu kommen nochmals rund 9,2 Millionen Euro für individuelle Maßnahmen. 

Die neue Landesrahmenvereinbarung soll laut der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin dafür sorgen, dass Krankenkassen, Renten- und Unfallversicherungsträger wie auch Senatsverwaltungen und Bezirke sich gegenseitig besser über ihre jeweiligen Maßnahmen für Gesund­heits­förder­ung und Prävention informieren und diese strategisch aufeinander abstimmen. © hil/aerzteblatt.de

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