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Ärzteschaft

Fachverband beantwortet häufige Fragen zur ASV Rheuma

Donnerstag, 12. Juli 2018

/dpa

Grünwald – In diesem Frühjahr ist die Konkretisierung zur Ambulanten Spezial­fachärztlichen Versorgung (ASV) Rheuma in Kraft getreten. ASV-interessierte Ärzte und Krankenhäuser können seither eine ASV-Berechtigung für die ambulante Behandlung von rheumatologischen Erkrankungen bei Erwachsenen beziehungsweise Kindern und Jugendlichen bei den Erweiterten Landesausschüssen beantragen. Der Bundesverband ambulante spezialfachärztliche Versorgung hat jetzt eine Information für interessierte Ärzte zusammengestellt und darin häufige Fragen zur ASV Rheuma aufgegriffen. 

„Können mehrere Rheumatologen in einem ASV-Team sein?“, lautet eine der Fragen. „Ins Kernteam können mehrere Rheumatologen integriert werden. Teamleiter kann allerdings nur ein Rheumatologe sein. Auf die Abrechnung der Patienten hat es keinen Einfluss, ob Sie Mitglied des Kernteams oder Teamleiter sind. Sie können als Rheumatologe im ASV-Team dieselben Leistungen abrechnen, unabhängig von Ihrer Position im Team“, informieren die ASV-Experten. 

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„Kann jeder Krankenhausarzt auch an der ASV teilnehmen?“, lautet eine weitere Frage. „Grundsätzlich ja. Das Krankenhaus muss im Landeskrankenhausplan sein (keine reine Privatklinik). Außerdem muss der Arzt Facharztstatus haben und natürlich einer Fachgruppe angehören, die im Team vorgesehen ist“, so die Information des Bundesverbandes. 

„Inwieweit ist ein teilnehmender Patient verpflichtet, die Teamärzte aufzusuchen und nicht einen anderen Facharzt seiner Wahl?“, ist eine weitere Frage. „Der Patient ist rechtlich nicht in seiner freien Arztwahl eingeschränkt, er kann also auch andere Ärzte außerhalb des Teams aufsuchen. Dabei entsteht weder ihm, noch dem ASV-Team, noch dem konsultierten Arzt, der dann über die vertragsärztliche Versorgung abrechnet, ein Schaden“, so die Antwort. 

Die ASV richtet sich an Patienten mit komplexen, schwer therapierbaren Erkrankungen. Spezialisierte Ärzte verschiedener Fachrichtungen arbeiten dabei in einem Team zusammen und übernehmen gemeinsam die Diagnostik und Behandlung. Eine ASV kann von Krankenhäusern sowie niedergelassenen Fachärzten und Medizinischen Versorgungszentren angeboten werden. © hil/aerzteblatt.de

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