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Universitätsklinikum Schleswig-Holstein erprobt intensivere Patientenbeteiligung

Freitag, 13. Juli 2018

/dpa

Kiel – Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, erprobt in einem Forschungsprojekt, Patienten noch stärker in Entscheidungen über ihre Behandlungen einzubeziehen. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­ausschusses (G-BA) fördert eine entsprechende Studie mit dem Titel „Making SDM a Reality“. „SDM“ steht für „Shared Decision Making“, also eine partnerschaftliche Form der Arzt-Patienten-Kooperation.

Dafür werden leicht verständliche medizinische Informationen für Patienten bereitgestellt sowie Ärzte und Pflege in ihrer Kommunikation geschult. Insgesamt stehen rund 14 Millionen Euro bereit, um SDM innerhalb der nächsten vier Jahre in sämtlichen Einheiten in Kiel zu etablieren.

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SDM soll so zum Standardverfahren der Therapieentscheidung werden. Im klinischen Alltag gilt es dabei, die neuesten medizinischen Erkenntnisse einerseits und die Präferenzen des Patienten andererseits in einem strukturierten Prozess zusammen­zuführen. „Wir wollen zeigen, dass wir die am besten passende Behandlung dann identifizieren, wenn Patienten aktiv mit­entschei­den. Dafür wollen wir die Voraus­setzungen schaffen“, erläuterte Projektleiter Friedemann Geiger.

Das Programm umfasst vier Module: Ärztetrainings, Qualifizierung des Pflegepersonals, Anregungen für Patienten sowie die Bereitstellung evidenzbasierter und laien­verständlicher Patienteninformation auf einer sogenannten „Share-To-Care-Online-Plattform“.

Das UKSH kooperiert bei diesem Projekt mit Partnern am Universitätsklinikum Tromsø (Norwegen), wo SDM analog etabliert wird. Weitere zentrale Projektpartner sind eine Medienagentur, die Ludwig-Maximilian-Universität München sowie die Techniker Krankenkasse. Das Projekt wird ferner von der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unterstützt. © hil/aerzteblatt.de

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