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Politik

Streit um Landarztquote in Niedersachsen

Donnerstag, 12. Juli 2018

/dpa

Hannover – Die Frage einer Landarztquote droht zu einer Belastungsprobe für Niedersachsens rot-schwarze Koalitionsregierung zu werden. Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) sperrt sich bisher dagegen und will verstärkt auf Freiwilligkeit und Anreize setzen. „Björn Thümler muss seine Blockadehaltung beim Thema Landarztquote dringend überdenken“, forderte heute SPD-Generalsekretär Alexander Saipa.

Er spricht sich für eine Landarztquote aus, wie sie das CDU-regierte Nordrhein-Westfalen einführen will. Saipa: „Während Herr Thümler sich in Niedersachsen querstellt, sind seine Parteifreunde aus Nordrhein-Westfalen schon deutlich weiter und zeigen, wie eine Landarztquote umgesetzt werden kann; vielleicht greift Herr Thümler ja mal zum Telefonhörer.“ Nordrhein-Westfalen vergibt künftig einige der Medizin­studienplätze an Bewerber, die sich verpflichten, nach dem Studium zehn Jahre als Hausärzte auf dem Land zu arbeiten.

Thümler dagegen hat andere Pläne. „Er ist für freiwillige Lösungen und will niemanden dazu zwingen, sich schon als junger Mensch frühzeitig festlegen zu müssen“, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Mit Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), der sich schon länger für die Quote ausgesprochen hat, gebe es keinen Dissens. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass die ärztliche Versorgung auf dem Lande gestärkt werden soll. Das sieht auch Thümler so. Anders als bei der Quote sollen sich die Studierenden seiner Ansicht nach aber erst später freiwillig entscheiden, ob sie geschaffene Anreize für einen Posten auf dem Land annehmen. © dpa/aerzteblatt.de

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