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Ärzteschaft

Hartmannbund warnt: Leitende Krankenhausärzte unter Druck

Freitag, 13. Juli 2018

/japolia, stockadobecom

Berlin – Der Hartmannbund hat auf ein „unlösbares Dilemma“ der leitenden Krankenhausärzte hingewiesen. Es sei ein unlösbarer Zielkonflikt, dass einerseits den leitenden Abteilungsärzten Personalbudgets vorgegeben werden, auf deren Volumen sie in nur eng begrenztem Rahmen Einfluss nehmen könnten. Andererseits müssten die leitenden Abteilungsärzte aber die Verantwortung für eine hochwertige Patienten­versorgung und reibungslose Betriebsabläufe tragen – und zwar unter Einhaltung guter Arbeitsbedingungen und den Vorgaben des Arbeitszeitgesetzes.

„Besondere Herausforderungen zeigen sich vor diesem Hintergrund auch im Zusammen­hang mit der Personaldisposition etwa bei der Förderung der Teilnahme der Mitarbeiter an externen wissenschaftlichen Fortbildungsveranstaltungen wie Kursen, Fachkongressen oder Hospitationen oder bei der in jedem Falle familien- und gesell­schaftspolitisch wünschenswerten Durchführung des Bundeselterngeld- und Eltern­zeitgesetzes“, sagte der Vorsitzende des Hartmannbund-Landesverbandes Berlin, Uwe Torsten.

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Negativsanktionen der Aufsichtsbehörden bei Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz mit erheblichen Bußgeldern seien üblicherweise ad personam an den jeweils leitenden Abteilungsarzt adressiert. „Er wird also aufsichtsrechtlich persönlich in Haftung genommen, verfügt aber andererseits häufig nicht über die gestalterischen Freiheits­grade und die erforderlichen materiellen Ressourcen in Bezug auf eine auskömmliche Personalausstattung“, erklärte der nordrheinische Landesvorsitzende Stefan Schröter. Darüber hinaus gehe es immer und zuvorderst um Patientensicherheit und auch um forensische Verantwortung.

In diesem Zusammenhang betonten Torsten und Schröter die Notwendigkeit, den Einsatz des ärztlichen als auch des nichtärztlichen Personals in den Kliniken genau zu dokumentieren und gegenüber den Kostenträgern und politischen Entscheidern ungeschönt darzustellen. Das sei vor allem wichtig, um eine entsprechende Weiterentwicklung des DRG-Systems möglich zu machen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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