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Politik

Weiter Kritik an Vorschlag für Notaufnahmegebühr

Dienstag, 17. Juli 2018

/dpa

Berlin – Die Kritik am Ruf der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und verschiedener Kassenärztlicher Vereinigungen (KVen) nach einer Notaufnahmegebühr hält an. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach bezeichnete die Überlegungen jetzt in der Passauer Neuen Presse als „abwegig“. Das Problem sei, dass Patienten bei Fachärzten viel zu lange auf eine akute Behandlung warten müssten. Anstatt dieses Problem endlich zu lösen, wollten die KVen die Patienten bestrafen.

Lauterbach betonte, viele Patienten könnten selbst nicht entscheiden, ob sie in die Rettungsstelle müssten oder mehr Zeit für eine Behandlung bleibe. Zugleich warnte er davor, Patienten zu „erziehen“: „Der Patient ist der König und nicht der Mediziner.“ Der SPD-Politiker schlug vor, dass in den Notfallzentren der Kliniken auch niedergelassene Ärzte arbeiten sollten. Sie könnten dann die Fälle übernehmen, die nicht der Notfallbehandlung bedürften. Auch längere Öffnungszeiten von Arztpraxen würden helfen.

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Auch die Grünen-Sprecherin für Gesund­heits­förder­ung, Kirsten Kappert-Gonther, mahnte dringende Reformen an. „Kein Mensch setzt sich aus Langeweile in die Notaufnahme“, sagte sie. Gebühren seien der falsche Weg, weil sie Menschen aus finanziellen Gründen davon abhalten könnten, sich nötige Hilfe zu suchen. Statt Eintrittsgelder zu verlangen, muss die Notfallversorgung verbessert werden.

„Wir fordern Bundesminister Spahn auf, bis Ende des Jahres Vorschläge zu einer umfassenden Reform der Notfallversorgung auf den Tisch zu legen, so wie es der Sachverständigenrat jüngst gefordert hat“, sagte sie. Viele der Probleme in den Notaufnahmen ließen sich lösen, wenn es ein klar verständliches Angebot aus einer Hand gebe: eine Notrufnummer, eine Anlaufstelle, eine einheitliche Ersteinschätzung. Hierfür müssten Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte besser als bislang zusammenarbeiten.

Auch in der Landespolitik stößt die Idee auf Kritik. „Eine solche Forderung verkennt die Realität“, teilte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) mit. Wenn Patienten die Notaufnahme aufsuchten, empfänden sie sich als Notfall. Sie hätten ein Recht darauf, dass Beschwerden rasch abgeklärt würden.

Kolat sieht die Ärzte in der Pflicht. Niedergelassene Vertragsärzte seien verpflichtet, die ambulante Versorgung auch außerhalb der Praxiszeiten sicher­zustellen. Sie erfüllten diese Pflicht aber offenkundig nur ungenügend. „Seit Jahren beobachten wir einen Rückzug der niedergelassenen Ärzte aus der Notfallversorgung.“ Bereits gestern hatte es viel Kritik an den Vorschlägen von KBV und KVen gegeben.

KBV stellte Zielsetzung klar

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hatte zuletzt eine Gebühr für den Besuch der Notaufnahme ins Gespräch gebracht. Damit soll verhindert werden, dass Patienten in die Notaufnahme kommen, bei denen eigentlich eine Behandlung durch einen niedergelassenen Arzt ausreichend wäre. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen schlägt eine Gebühr von 50 Euro vor.

Gassen wehrte sich aber vehement gegen die Vorwürfe, es gehe um eine Strafgebühr. Es gehe nicht darum „Notfallpatienten zur Kasse zu bitten“. Anliegen sei vielmehr, dass Patienten, die krank seien, schnellstmöglich die richtige Versorgung erhielten. „Wir wollen, dass nur Patienten mit ernsten Erkrankungen, zum Beispiel bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, eine Notfallambulanz der Krankenhäuser aufsuchen“, betonte Gassen. © afp/dpa/may/aerzteblatt.de

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Avatar #750089
Maximus.
am Freitag, 20. Juli 2018, 00:07

@Staphylococcus rex

Der Bund setzt falsche Prioritäten. Leidtragende sind Ärzte und Patienten.

So fördert der Bund den Ausbau von Glasfaserleitungen in 2018 mit drei Milliarden Euro, statt eine kostenfreie ambulante Notfallversorgung, ohne Notaufnahmegebühr, sicher zu stellen.

Das sind falsche Prioritäten. Wer schnelles Internet haben will, mit bis zu 250 MBit/s, soll dafür bezahlen, da braucht es keine Förderung durch den Bund.

Für Multimorbidität oder Polymorbidität muss es eine andere Budgetierung geben, ohne Regress, so wie jetzt kann es nicht bleiben, da bin ich ganz bei Ihnen.


Avatar #750089
Maximus.
am Donnerstag, 19. Juli 2018, 11:20

@Practicus

Diese Rentnerin hat in der Tat kein Auto. Ihr Nachbar hat sie in die Notaufnahme (Ambulanz) gefahren.

Wenn diese Rentnerin und alle Patienten die in den Notaufnahmen (Ambulanzen) vorstellig worden sind, künftig den Rettungsdienst (Krankenwagen) in Anspruch nehmen müssen
oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (um die 50 Euro Gebühr zu sparen), wird das den
Rettungsdienst und /oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst überfordern, zumindest auf dem Land.

Fazit: Die Notaufnahmen (Ambulanzen) sind wichtig, sie entlasten den Rettungsdienst und den ärztlichen Bereitschaftsdienst und sollten daher gebührenfrei bleiben.
Avatar #691359
Staphylococcus rex
am Donnerstag, 19. Juli 2018, 00:36

Nur ein Vorschlag

In dieser Diskussion geht es vorrangig um eine Notaufnahmegebühr. Das ist nachvollziehbar, weil hier die Probleme besonders krass stehen, geht aber am Kern des Problems vorbei, und das heißt Lenkung der Patientenströme und sorgsamer Umgang mit den begrenzten Ressourcen im Gesundheitssystem.

Wenn denn irgendwann die eGK wirklich funktionieren sollte, dann hätte ich einen Vorschlag für die Lösung des Problems. In der Zeit vor der Chipkarte gab es die Krankenscheinhefte, nur mit Schein durfte man zu seinem Hausarzt, der stellte dann die Überweisungen aus. Als Weiterentwicklung könnte auf der eGK ein Zähler installiert werden, der jedes Jahr neu aufgeladen wird. Der Zähler zählt herunter, wenn in einem Quartal ein Arzt neu aufgesucht wird. Wenn der Patient sich entlang der vorgegebenen Pfade im System bewegt, dann geht der Zähler nur langsam nach unten (in 1-er Schritten), wenn er dagegen durch das System irrlichtert, also ohne Überweisung zum Facharzt geht oder plötzlich in der Notaufnahme auftaucht, dann geht der Zähler in 2-er Schritten nach unten. Wenn der Zähler bei Null angekommen ist, dann gilt nicht mehr das Sachleistungsprinzip, sondern das Erstattungsprinzip, der Patient bekommt eine GOÄ-Rechnung, deren Erstattung er mit seiner Kasse klären muss.
https://de.wikipedia.org/wiki/Krankenschein

Wie groß sollte die Startzahl auf dem Zähler sein? Sicher altersabhängig steigend. Im Übrigen sollten dies die Kassen kalkulieren und dies wäre ein hervorragendes Wettbewerbskriterium zwischen den Kassen.

Eine derartige technische Lösung hört sich kompliziert an, hätte aus meiner Sicht eine Reihe entscheidender Vorteile:
1. Man braucht keinen IQ von 130 um das Prinzip eines Countdown zu begreifen, und auch dass eigene Verhaltensweisen Einfluss auf das Tempo des countdown haben und am Ende eine Rechnung droht, all dies dürfte auch bildungsfernen Schichten schnell vermittelbar sein. Es wird immer behauptet, Patienten lassen sich nicht steuern, nur bisher gab es bisher auch keinen Grund für die Patienten auf eine Steuerung Rücksicht zu nehmen.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95990/Notfallversorgung-Patientenstroeme-lassen-sich-nicht-steuern
2. Eine GOÄ-Rechnung bei übertriebener Inanspruchnahme des Systems wäre die bessere Form der Praxisgebühr (in der ursprünglichen Form wurde der Einstieg in das System verhindert, nicht der Missbrauch). Ein derartiges System hätte alle Vorteile einer Praxisgebühr, ohne den Begriff zu benutzen, der politisch verbrannt ist.
3. Ein derartiger Zähler auf der eGK wäre der Ausstieg aus der Flatrate-Medizin. Die Kassen verhandeln mit der KV nicht über Flatrate-Behandlungen für ihre Versicherten (wobei das wirtschaftliche Risiko allein bei den Leistungserbringern liegt), sondern über eine nachvollziehbare Zahl an Arzt-Patient-Kontakten. Das heißt, die Kassen kaufen sich ein konkretes Leistungspaket zu festen Preisen ein. Damit entfällt automatisch die Grundlage der Budgetierung, da nur das geliefert wird, was vorher bezahlt wurde, es müssen keine Defizite auf die Kassenärzte aufgeteilt werden. Durch die Serveranbindung der eGK kann theoretisch der Zähler auch im Laufe des Jahres hochgesetzt werden, vorausgesetzt, die entsprechende Kasse verhandelt mit der KV über ein Zusatzkontingent an Arzt-Patienten-Kontakten.
4. Die Grundversorgung auch sozial schwacher Menschen wäre gesichert, die Sanktionen betreffen nur das Verlassen der vorgeschriebenen Pfade und die übertriebene Inanspruchnahme des Systems.

Gibt es hier Verlierer? Als erstes die gesetzlichen Krankenkassen. Ohne Anspruch auf Flatratemedizin müssen sie begrenzte Leistungspakete auf ihre Versicherten aufteilen. Andererseits wären es einfache Regeln, nach denen rationiert wird, und jeder Versicherte kann bei Befolgung dieser Regeln die negativen Konsequenzen für sich begrenzen.

Auch besteht das Risiko, dass multimorbide Patienten benachteiligt werden. Man muss aber auch sagen, das bereits jetzt die multimorbiden Patienten die Verlierer sind. Multimorbide Patienten verursachen einen Großteil des Aufwands in den Arztpraxen und unter den Bedingungen der Budgetierung sind die Leistungen für multimorbide Patienten besonders betroffen:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95389/Ausgabenbegrenzung-bei-multimorbiden-Patienten-am-staerksten-spuerbar

Diese Problematik führt lokal in einen Teufelskreis: Dort wo besonders wenige Ärzte und besonders viele multimorbide Patienten sind (in strukturschwachen Gebieten), müssen diese Ärzte für ihre Patienten besonders viele Leistungen erbringen. Einerseits sind die Leistungen besonders durch die Budgetierung betroffen, andererseits werden Regreßprüfungen oft nach der 3-Sigma Methode durchgeführt. Das bedeutet, nicht nur Pauschalabzüge durch Budgetierung, sondern zusätzliche Regresse, und das obwohl die Kollegen nur ihre ärztliche Pflicht erfüllt haben:
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95839/Aerzte-machen-weniger-Hausbesuche
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/95696/KV-Hessen-fuer-bundeseinheitliche-Regeln-zur-Ueberpruefung-aerztlicher-Leistungen

Die Einführung der Chipkarte war nicht nur ein technischer Fortschritt, der Verzicht auf die vorher mögliche Patientensteuerung war leider auch die Einführung der Flatrate-Medizin, die Einführung der allyoucaneat-Mentalität bei einigen Zeitgenossen und die Einführung des Hamsterrades für die niedergelassenen KV-Ärzte.

In wenigen Jahren geht die Generation der Babyboomer in Rente. Dies wird auch sehr viele niedergelassene Ärzte betreffen. Und es ist völlig egal, was Herr Stackelberg oder Herr Lauterbach gerade von sich geben, wenn mit den vorhandenen Ressourcen nicht sorgsam umgegangen wird, dann können sie in etwa 10 Jahren ihr gesamtes SGB V in der Pfeife rauchen. Spätestens dann ist es mit der Flatratemedizin in der jetzigen Form endgültig vorbei.
Avatar #79783
Practicus
am Mittwoch, 18. Juli 2018, 22:35

@Maximus

diese Rentnerin hat allerdings auch kein Auto, um die Notaufnahme anzusteuern... wer mit einem Krankenwagen kommt, landet auch nicht in der Ambulanz. Nach der Einführung der Praxisgebühr auch für die Notaufnahmen kam es ja auch nicht zu vermehrten Todesfällen oder schweren Verläufen, obwohl die Inanspruchnahme von Notaufnahmen und auch ärztlichem Notdienst drastisch gesunken war.
Avatar #750089
Maximus.
am Mittwoch, 18. Juli 2018, 13:07

Die Notfallgebühr ist im höchsten Maße unsozial und gefährdet Menschenleben.

Ein Rentner mit 900 Euro Rente im Monat, kann sich am Ende des Monats keine " Vorauszahlung "
von 50 Euro in der Notaufnahme leisten, selbst wenn er die 50 Euro bei stationärer Aufnahme zurückerstattet bekäme.

Aus diesem Grund ist die Notfallgebühr im höchsten Maße unsozial und gefährdet Menschenleben

Vergleiche mit Schweden oder Österreich sind schon auf Grund des höheren Rentenniveaus obsolete.
Avatar #750241
Dr. Silke Lüder, Hamburg
am Dienstag, 17. Juli 2018, 19:20

Unsoziale Notfallgebühr in den deutschen Klinikambulanzen? Sommerlochdiskussion und die Fakten

Um „Schuld“ von Patienten geht es doch gar nicht. Es geht um die Sache. Und die sieht ganz anders aus als von Politik, Kassen, Klinikkonzernen und Medien augenblicklich dargestellt.

Mein Kommentar zum Thema in einigen Punkten:

1- Auch in den Arztpraxen werden wir von der gestiegenen Inanspruchnahme der Patienten "überschwemmt". In HH ist die durchschnittliche Fallzahl in den Hausarztpraxen in wenigen Jahren nach Streichung der Praxisgebühr von 600 auf 820 im Quartal angestiegen. Aber das von den Kassen gezahlte Geld ist gleich geblieben!

2- Peinlich ist, dass Herr Eugen Brysch („Patientenvertretung“) nicht weiß (oder nicht wissen will) dass auch jetzt schon alle ambulanten Klinikfälle aus dem gedeckelten Budget der Haus- und Fachärzte gezahlt werden. Als "Vorabzug". Das heißt, je mehr Fälle dort, desto weniger Geld bekommen wir für unsere Arbeit. Unterschied der Bezahlung der ambulanten Klinikfälle ist: Wir haben als Praxen eine Auszahlungsquote von nur 80 % in HH. Bundesweit einmalig schlecht. Die Kliniken bekommen jeden Fall zu 100 % bezahlt, haben kein Budget und bekommen auch die technischen Leistungen zusätzlich bezahlt. Alles aus unserem gedeckelten Topf der MGV.

3. In allen Sozialstaaten gibt es Selbstbeteiligung bei Inanspruchnahme von Klinikambulanzen. Ohne dass Leute dort deshalb sterben.
In Schweden ist es so, dass die Versichgerten im staatlichen System ein Heft haben. Bei jedem Hausarztbesuch und bei jedem Klinikambulanzbesuch müssen sie cash zahlen ab 30 Euro aufwärts. Das wird abgestempelt. Bei 200 Euro ist Schluss ab da ist dann alles frei. keine schlechte Methode. Dann kann man als Arzt die Menschen besser behandeln. Mit mehr Zeit als bei uns.

4. Auch Gassen hat natürlich nicht gemeint dass die Selbstbeteiligung in Deutschland nicht sozial abgefedert gestaltet werden könnte. Es gibt Regionen in Österreich, da sagt die Gebietskasse: Wenn jemand ohne Grund abends in die Klinik geht 50 Euro. Mit Grund 15. Euro, wenn er stationär aufgenommen wird weil er wirklich krank ist 0 Euro.

5. Es wird immer behauptet und den Fehler haben damals Köhler (und andere!) auch selbst gemacht, dass die Praxisgebühr keine Steuerungswirkung habe. Das stimmt nicht. Anschließende ZI Studien der KBV haben Anderes ergeben. Die Leute auch bei uns im Stadtteil haben nicht 1,0 Hausärzte sondern mehr als 1,5.Oder 2. Oder 3. Die Kassen wissen das natürlich alles.

6. Lauterbach möchte uns jetzt verpflichten zusätzlich in unseren Arztpraxen Tag und Nacht in den Klinikambulanzen zu arbeiten. Das wird ja in beschränktem Maße in HH jetzt auch gemacht. Aber nur in 1 Klinik bisher. Will man das ausdehnen bricht das Kartenhaus in sich zusammen. Wir haben 22 Kliniken mit Notfallambulanzen in HH. Die wollen natürlich keine Einschränkungen des Unwesens weil sie zu 50 % ihre Betten belegen aus den Ambulanzen heraus!

7. Was unsere offiziellen Vertreter zu wenig veröffentlichen: Solange die Kassen für die Hausbesuche 23 Euro zahlen, wie soll das gehen? Das ist für uns einfach finanzielle Selbstausbeutung. Welcher Handwerker kommt dafür? Wir brauchen für einzelne Hausbesuche oft eine Stunde. Und oft geht es darum, dass Blut abgenommen werden soll oder die Angehörigen uns als Taxi für den Rezepttransport nutzen. Jeder RTW Einsatz kostet 500 Euro. Da sollten die Kassen doch lieber extrabudgetär 100 Euro für den Hausarztbesuch zahlen.

8. Rezeptgebühren nicht unsozial? Auch bei uns gibt’s viel Selbstbeteiligung. Bei sehr hohen Krankenkassenbeiträgen!
Rezeptgebühren, da gehen chronisch Kranke oft mit 35 Euro aus der Apotheke. Oder Klinikaufenthalte oder Zähne,… das ist komischerweise alles nicht unsozial?

Das System wird so tatsächlich gegen die Wand fahren.

Ein bekannter Gesundheitspolitikmensch, früher SPD- Cheforganisator bei Ulla Schmidt, jetzt Kassenvorstand sagte kürzlich in einer internen Kammersitzung in Hamburg:

„Alle Politiker in Berlin wissen dass man die Selbstbeteiligung einführen muss um die missbräuchliche Inanspruchnahme zu stoppen. Aber: Keiner von ihnen ist in Berlin bereit, das vor der Kamera zu wiederholen“. Und diese absolute Verlogenheit setzt sich grade in der Sommerlochdiskussion fort.

Dr. Silke Lüder
Freie Ärzteschaft



Avatar #93860
vosue
am Dienstag, 17. Juli 2018, 18:26

Ohne Entbugdetierung keine Minute mehr

Wie weltfremd sind die Politiker denn noch: Budgetierung, Patienten die Ihre Termine nicht einhalten trotz vortägiger Bestätigung(endoskopien),der Patient ist König, 60 Stunden Wochenarbeitszeit, - dann sich über Burnout und rückläufige Niedelassungen beklagen.Weiter so, man kann Niederlassung zurückgeben, es gibt noch Bereiche, da werden Ärzte respektiert im Gegensatz zu Politikern
LNS

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