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Ausland

Inkubator in Nordsyrien eingetroffen

Dienstag, 17. Juli 2018

Gerhard Trabert untersucht im Flüchtlingslager Ayn Issa (Syrien) einen kleinen Jungen. /dpa

Mainz – Fast sechs Monate lang hat der Mainzer Arzt Gerhard Trabert versucht, einen Brutkasten in ein Krankenhaus in Nordsyrien zu bringen. Jetzt ist der Inkubator zur Versorgung von Frühgeborenen in der Klinik zwischen Serekaniye und Kobané eingetroffen, wie Trabert heute mitteilte. „Zuletzt musste das High-Tech-Gerät mit einem Boot über den Tigris gebracht werden.“ Morgen werde er die Klinikmitarbeiter in die Nutzung des Inkubators einweisen.

Zusammen mit einer Ärztin aus Gelsenkirchen, Kyra Weil, brachte Trabert auch Medikamente mit – zur Behandlung der im Nahen Osten weit verbreiteten Blutmangelerkrankung Thalassämie major und der von einer Sandmücke übertragenen Krankheit Leishmaniose.

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Er verstehe seinen Einsatz auch als Ausdruck des „Widerstands gegen die verschärfte Politik der Ausgrenzung und gegen den Egoismus des Westens“, sagte Trabert. „Man merkt an der zunehmend prekären Situation hier, dass die Grenzen überall geschlossen sind.“ Die Menschen in Syrien seien aber dringend auf medizinische Hilfe und Unterstützung angewiesen. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #720508
e.ne
am Mittwoch, 18. Juli 2018, 00:57

Schön - Trotzdem: Verkehrte Welt

Der Kinderarzt aus Syrien (Kobane?)ist in D arbeitslos - lernt deutsch -
muss seine Zeugnisse anerkennen lassen und eine Prüfung ablegen ...
und wird im eigenen Land gebraucht.
Avatar #747495
JohnR
am Dienstag, 17. Juli 2018, 20:40

Die Türken werden Nordsyrien erobern

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Türken den kurdischen Teil von Nordsyrien erobern werden. Dann
müssen die Kurden wieder flüchten - und auch der Inkubator muss rechtzeitig flüchten.
LNS

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