NewsÄrzteschaftBabybehandlung mit Vaginalsekret: Experten raten, Studien abzuwarten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Babybehandlung mit Vaginalsekret: Experten raten, Studien abzuwarten

Mittwoch, 18. Juli 2018

/Dron, stockadobecom

Berlin – Mit Vaginalsekret könnte das Immunsystem von Kaiserschnittkindern auf­gepäppelt werden. Ärzte und Hebammen raten allerdings dazu, Studie abzuwarten. Aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) gibt es keine Belege für den langfristigen Erfolg. Daher müsse die Methode in klinischen Studien untersucht werden, sagte Frank Louwen von der DGGG. Bis Ergebnisse vorlägen, werde es vier bis sechs Jahre dauern.

Susanne Steppat vom Deutschen Hebammenverband sprach sich für Studien aus, sagte aber auch: „Mit Blick auf das Immunsystem kann es eine kluge Idee sein, die vaginale Geburt nachzuspielen.“ Solange es dem Kind nicht schade, könne man das machen.

Anzeige

Beim Vaginal Seeding wird der Mutter wenige Minuten vor der Geburt eine mit steriler Kochsalzlösung getränkte Mullbinde in die Scheide eingeführt. Mit dem so aufgesaugten Vaginalsekret wird das Baby nach der Geburt eingerieben. Auf diese Weise sollen Kaiserschnittkinder die Keimgrundlage für die eigene Darmflora bekommen, die Babys haben, die auf natürlichem Weg geboren werden. Das soll beim Aufbau des Immunsystems helfen. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. April 2019
Amherst/Massachusetts – Seitdem es möglich ist, das Geschlecht eines Kindes vor der Geburt zu bestimmen, sind in 12 Ländern weltweit vermutlich 23 Millionen Mädchen abgetrieben worden, weil sie das
Schwangerschaftsabbrüche zur Geschlechtsselektion werden weltweit seltener
10. April 2019
Berlin – Vor der morgigen Debatte um die nichtinvasiven Pränataltests (NIPT) hat der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach klar Stellung bezogen. „Aus ärztlicher Sicht bin ich für eine Erstattung des
Lauterbach fordert neues Gremium für künftige Testverfahren
10. April 2019
Berlin – Morgen wollen die Abgeordneten im Bundestag in einer Orientierungsdebatte über nichtinvasive molekulargenetische Tests (NIPT) zur Bestimmung des Risikos autosomaler Trisomien 13, 18 und 21
Demonstration gegen nichtinvasive molekulargenetische Tests
10. April 2019
Huddersfield/England – Schwangere, die im dritten Trimenon auf dem Rücken schlafen, haben ein deutlich erhöhtes Risiko auf eine Totgeburt. Dies zeigte eine Metaanalyse in EClinicalMedicine (2019; doi:
Rückenlage in der Schwangerschaft erhöht Risiko auf Totgeburt
10. April 2019
Berlin – Vor dem Hintergrund der schnell wachsenden Weltbevölkerung hat der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) sich für einen verbesserten und selbstbestimmten Zugang von Frauen zu Verhütungsmitteln
214 Millionen Frauen haben keinen Zugang zu Verhütung
9. April 2019
Kopenhagen – Schwangere Frauen erleiden im Anschluss an Nachtschichten häufiger eine Fehlgeburt. Dies kam in einer landesweiten Kohortenstudie in Occupational & Environmental Medicine (2019; doi:
Studie: Mehr Fehlgeburten nach Nachtschichten
4. April 2019
London – Die Bestimmung der Serumkonzentration von PlGF, dessen Abfall eine Störung der Plazentafunktion anzeigt, hat in einer randomisierten kontrollierten Studie im Lancet (2019; doi:
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER