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Onlineberatung der Aidshilfen mehrsprachig

Donnerstag, 19. Juli 2018

Screenshot aidshilfe-beratung.de

Berlin – Die Onlineberatung der Aidshilfen in Deutschland zu HIV und Geschlechts­krankheiten gibt es künftig auch auf Englisch und Französisch. Wie die Deutsche Aidshilfe heute mitteilte, wurde die Internetseite aidshilfe-beratung.de komplett überarbeitet. Sie ist nun auf Deutsch und Englisch verfügbar.

„In einer globalisierten Welt ist Mehrsprachigkeit unverzichtbar“, sagte Ulf Hentschke-Kristal vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe. Migration und Mobilität hätten zugenommen. „Uns erreichen zunehmend Anfragen auf Englisch und Französisch“, betonte er. Ziel sei es, möglichst allen Menschen in Deutschland kompetente Beratung über den Schutz vor HIV und das Leben mit HIV zu ermöglichen. Daher habe man das Angebot erweitert.

Beratung per Mail und Chat

Bei der Onlineberatung der Aidshilfen in Deutschland erhalten Ratsuchende anonym per E-Mail oder Chat fachlich gesicherte Informationen und Unterstützung. Rund 3.500 Anfragen beantwortet die Onlineberatung pro Jahr. Die häufigsten Themen in der Beratung sind die Übertragungswege von HIV und der HIV-Test. Viele Menschen melden sich, weil sie unsicher sind, ob sie sich mit HIV infiziert haben könnten.

Neue Möglichkeiten, eine HIV-Übertragung zu verhindern, werfen ebenfalls Fragen auf: Schutz durch Therapie (unter gut wirksamer Behandlung ist HIV nicht mehr übertragbar) und die prophylaktische Einnahme von HIV-Medikamenten (PrEP).

In den vergangenen Jahren geht es laut Aidshilfe außerdem immer häufiger auch um andere sexuell übertragbare Infektionen, zunehmend auch um Sexualität in Verbindung mit dem Konsum von Partydrogen. Auch Fragen zur sexuellen Orientierung spielen eine Rolle. Ein weiteres wichtiges Beratungsthema wird der HIV-Selbsttest werden, der in Deutschland voraussichtlich ab Herbst verfügbar sein wird.

Die Onlineberatung der Aidshilfen wird von Fachleuten aus 21 Aidshilfen getragen. Die Deutsche Aidshilfe als Dachverband koordiniert das Angebot. Finanziert wird die Onlineberatung der Aidshilfen von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV). © may/EB/aerzteblatt.de

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