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Ärzteschaft

Telematik­infrastruktur: Konnektoren laufen nicht rund

Freitag, 20. Juli 2018

/dpa

Berlin – Die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) stößt bei den niedergelassenen Vertragsärzten weiterhin auf wenig Begeisterung. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Befragung des Ärzteverbandes Medi Geno Deutschland. Demnach gab es bei gut drei Vierteln (76 Prozent) der befragten Praxen Installationsprobleme, jede zweite verzeichnete nach der Konnektorinstallation Systemabstürze (48 Prozent) und rund zwei Drittel der Praxen (64 Prozent) meldeten Verzögerungen im Echtzeitdatenabgleich.

„Das sind alarmierende Ergebnisse. Diese Pannen und Verzögerungen belasten die Praxen erheblich“, kritisierte Medi-Geno-Chef Werner Baumgärtner. Das Hauptproblem bleibe jedoch, dass Praxen nach der Konnektorinstallation die immer noch im Umlauf befindliche „Elektronische Gesundheitskarte 1“ oft nicht mehr einlesen könnten und deshalb für jeden Patienten ein aufwendiges Ersatzverfahren durchführen müssten.

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Für den Medi-Geno-Vorstandsvorsitzenden ist es ein Skandal, dass die Praxen unter diesen Voraussetzungen unter gesetzlicher Strafandrohung zur Installation der TI-Konnektoren gezwungen seien. Er forderte deshalb, die Konnektortechnik durch einen unabhängigen Experten auf den Prüfstand zu stellen und die verpflichtende Einführung der Konnektoren zu verschieben, bis die „Kinderkrankheiten“ behoben seien.

An der bundesweiten Umfrage beteiligten sich 1.259 Praxen, von denen 860 bereits mit dem Konnektor arbeiten. Die restlichen 399 Praxen antworteten, dass sie noch keinen Konnektor haben oder noch keinen installieren könnten. © hil/sb/aerzteblatt.de

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