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Politik

„Ich möchte mir einen Teil des ,Blicks von außen' erhalten“

Freitag, 27. Juli 2018

Berlin – Von der kommissarischen Leiterin des Bremer Gesundheitsamtes auf den Stuhl des unparteiischen Mitglieds im Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA): Die Ärztin Monika Lelgemann ist von der Weser an die Spree gekommen. Im Kurzinterview mit dem Deutschen Ärzteblatt sagt sie, was ihr bei der neuen Aufgabe wichtig ist.

Fragen an Monika Lelgemann, unparteiisches Mitglied des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses.

DÄ: Frau Lelgemann, Sie sind als Ärztin von den Krankenkassen für die Position als Unparteiische benannt. Wie werden Sie Ihre Aufgabe in den Spannungsfeldern im G-BA wahrnehmen?
Monika Lelgemann: Die Ausgestaltung der Rolle „unparteiisches Mitglied“ ist eine spannende Aufgabe mit zahlreichen Herausforderungen. Richtschnur für mein Handeln in den verschiedenen Institutionen des Gesundheitswesens sowohl in der praktischen Patientenversorgung als auch in der theoretischen Arbeit war immer, dass Patientinnen und Patienten diejenige Versorgung erhalten, die sie benötigen, und dass sie vor Unter-, Über-und Fehlversorgung geschützt werden.

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DÄ: Wie sind Sie im höchsten Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung angekommen?
Lelgemann: Nach so kurzer Zeit ist das Ankommen noch nicht abgeschlossen. Ich erlebe den G-BA als hochprofessionell arbeitend und meine Aufnahme war sehr positiv, unterstützend und freundlich. Darüber hinaus hilft mir, dass ich im Rahmen meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit bereits mit verschiedenen Aufgabenbereichen des G-BA befasst war.

DÄ: Sie waren vorher kommissarische Leiterin des Bremer Gesundheitsamtes. Wie nimmt man als Außenstehende den G-BA auch fachlich war?
Lelgemann: Ich behaupte, dass nur wenige Kolleginnen und Kollegen, die in der praktischen Patientenversorgung tätig sind, den G-BA kennen. Ansonsten ist die Wahrnehmung sicher so vielfältig wie die Aufgaben des G-BA.

DÄ: Welche Herausforderungen sehen Sie für sich persönlich in der neuen Aufgabe?
Lelgemann: Die Herausforderung besteht darin, den ja durchaus berechtigten Anspruch an den G-BA, zügig zu Ergebnissen zu kommen, mit den unverzichtbaren Anforderungen an die Sorgfalt in der Entscheidungsfindung zu vereinen. Ich möchte mir einen Teil des „Blicks von außen“ erhalten und diesen im Sinne des G-BA einsetzen.

DÄ: Wohin sollte der G-BA in den kommenden Jahren sich entwickeln?
Lelgemann: Der G-BA sollte seine Unabhängigkeit stärken und gerade auch in politisch unruhigeren Zeiten Garant für rationale und verlässliche gemeinsame Entscheidungen der an der Gesundheitsversorgung Beteiligten sein. © bee/aerzteblatt.de

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