NewsVermischtesOrtungsdrohnen bei Wasserrettung haben sich bewährt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Ortungsdrohnen bei Wasserrettung haben sich bewährt

Montag, 23. Juli 2018

/dpa

Scharbeutz – Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Schleswig-Holstein setzt bei der Suche nach im Wasser vermissten Menschen zunehmend Drohnen ein. Seit dem Start der aktuellen Badesaison im Mai habe es fünf Einsätze von Rettungs­drohnen gegeben, sagte der Leiter der DLRG-Station Haffkrug-Scharbeutz, Christoph Niemann. Dabei seien keine Menschen gefunden worden. „Das ist für uns ein positives Ergebnis“, sagte Niemann.

Die DLRG-Station Haffkrug-Scharbeutz setzt als bislang einzige an den Küsten Schleswig-Holsteins Aufklärungsdrohnen bei der Wasserrettung ein. Dabei suchen die Retter mit Hilfe der ferngesteuerten Fluggeräte aus der Vogelperspektive nach Personen, die unter der Wasseroberfläche treiben. Seit Beginn des Pilotprojektes im August 2016 gab es nach Angaben Niemanns sieben Einsätze.

Anzeige

„Für die konventionelle Suche vom Boot aus und mit Rettungsschwimmern braucht man sehr viele Einsatzkräfte“, sagte Niemann. „Durch die Drohnen werden weniger Einsatzkräfte gebunden und wir können sie gezielt dahin schicken, wo sie gebraucht werden. Dadurch retten die Drohnen auch indirekt Menschenleben“, sagte Niemann.

Die Station Haffkrug-Scharbeutz ist für einen 20 Kilometer langen Strandabschnitt zwischen Timmendorfer Strand und Sierksdorf zuständig. Dort sind nach Angaben Niemanns inzwischen 25 ehrenamtliche Rettungsschwimmer im Umgang mit den Fluggeräten ausgebildet.

Einen Einsatz von Drohnen zum Abwurf von Rettungsmitteln lehnt die DLRG dagegen ab. Die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes setzt an Badestränden in Mecklenburg-Vorpommern Drohnen ein, die über einer Unglücksstelle aufblasbare Plastikschläuche abwerfen können. Das DRK argumentiert, daran könnten sich in Not geratene Schwimmer bis zum Eintreffen der Retter festhalten. Dagegen sagt Niemann: „Bei einem gut ausgebauten System der Wasserrettung bringt das keinen Vorteil. Wenn man weiß, wo sich der Gesuchte befindet, sind unsere Rettungsboote dreimal schneller vor Ort als eine Drohne.“ © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

3. April 2019
München – Die medizinische Versorgung bei Notfällen durch organisierte Ersthelfergruppen ist in Deutschland sehr unterschiedlich verbreitet. Während Bayern klarer Spitzenreiter ist, klaffen in Nord-
Große Unterschiede bei Versorgung durch Ersthelfer
29. März 2019
Biberach – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) zieht es offenbar in Erwägung, das Notfallsanitätergesetz zu überprüfen. Das wurde heute bei einem Besuch Spahns beim Deutschen Roten Kreuz (DRK)
Notfallsanitätergesetz soll auf den Prüfstand
21. März 2019
Luxemburg – Kommunen müssen ihre Rettungsdienste nicht europaweit ausschreiben. Voraussetzung ist, dass sie an gemeinnützige Organisationen vergeben werden, die keine Gewinne erzielen, wie heute der
Gemeinnütziger Rettungsdienst muss nicht ausgeschrieben werden
18. März 2019
Hannover – Ein niedersächsisches Modellprojekt zur Entlastung von Ärzten an Wochenenden hat sich etabliert und auch die seit Jahresanfang tätigen Gemeindenotfallsanitäter im Nordwesten sind zunehmend
Notfallsanitäter entlasten Notaufnahmen und Ärzte in Niedersachsen
27. Februar 2019
Düsseldorf – Die Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen werden die Kosten der Notfallsanitäterausbildung vollständig übernehmen. Drei Klagen, die gegen Kommunen laufen, wollen die Kassen zurücknehmen
Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen übernehmen Kosten für Notfallsanitäterausbildung
12. Februar 2019
München – Für ihre Arbeit brauchen die bayerischen Hilfs- und Rettungsorganisationen dringend junge Ehrenamtler, finden diese aber nicht immer. Die Feuerwehren, das Rote Kreuz (BRK) und die Johanniter
Feuerwehr und Rettungsdienste mit Nachwuchssorgen
11. Februar 2019
München – Bayern hat nach Angaben der SPD-Landtagsfraktion im vergangenen Jahr mehr als 57 Millionen Euro zurückgehalten, die den Feuerwehren zugutekommen sollten. Das gehe aus einer Antwort der
LNS
NEWSLETTER