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Frauenhäuser in Hamburg am Limit

Montag, 23. Juli 2018

/dpa

Hamburg – Immer mehr Frauen suchen Schutz vor häuslicher Gewalt in einem der Hamburger Frauenhäuser. „Die Frauenhäuser in Hamburg und in Schleswig-Holstein, mit denen wir eine enge Kooperation haben, sind alle belegt“, sagte eine Mitarbeiterin der Zentralen Notaufnahme der Frauenhäuser in Hamburg. Auch die Notaufnahme, die 15 Plätze für Frauen bietet, sei ausgelastet. „Im Prinzip fehlt in Hamburg ein Frauen­haus, wenn nicht sogar zwei“, meinte die Sozialarbeiterin. 2017 haben 532 Frauen und 516 Kinder in der Notaufnahme der Hamburger Frauenhäuser Zuflucht gefunden.

Insgesamt gibt es in Hamburg 207 Plätze für Frauen und ihre Kinder, die Schutz vor Gewalt ihrer Partner oder durch andere Personen suchen. Seit August 2016 gibt es außerdem die Notaufnahme in Hamburg, die die Frauen auf die fünf Frauenhäuser in der Hansestadt verteilt. „Im ersten Halbjahr 2018 konnten 270 Frauen, die sich an die Notaufnahme wendeten oder in dieser Zuflucht fanden, aufgrund von Platzmangel keinen Schutz in einem Frauenhaus finden“, sagte die Mitarbeiterin, die aus Sicherheitsgründen ihren Namen nicht veröffentlichen möchte.

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Sollten mehr Frauen um Schutz bitten, als Plätze vorhanden sind, würden auch Not­bettenlager aufgeschlagen. In manchen Fällen müssten Frauen auch an Frauenhäuser in anderen Bundesländern verwiesen werden. Weil die Wohnungsmarktsituation in Hamburg so angespannt sei, blieben die Frauen auch immer länger in den Frauen­häusern. „Das Wichtigste für die Frauen und ihre Kinder ist bezahlbarer Wohnraum, damit sie möglichst bald in einer eigenen Wohnung leben können“, sagte die Mitarbeiterin. © dpa/aerzteblatt.de

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Mike-Zürich
am Dienstag, 24. Juli 2018, 12:28

Unterbringung

Es ist gefährlich, Opfer in der gleichen Stadt wie die Täter unterzubringen. Frauenhäuser sollten so viel Abstand wie möglich zwischen die Beteiligten bringen. In Hamburg wurden in den letzten 12 Monaten bereits zwei kleine Mädchen von ihren Vätern enthauptet, eines davon auf dem S-Bahnsteig direkt am Jungfernstieg. Das darf nicht wieder passieren.

Im ländlichen Süd- oder Ostdeutschland, wo es viele günstige Wohnungen gibt, wären die Frauen mit ihren Kindern in Sicherheit. Dort können sie neu anfangen, ohne Angst zu haben, dem Vater zufällig auf der Strasse zu begegnen. Auf dem Land sind kleine Kinder sowieso meist besser aufgehoben als in einer grossen Stadt.

Günstiger Wohnraum in den Städten sollte primär an Studenten und dort beschäftigte Geringverdiener gehen, um unnötiges Pendeln zu verhindern.
LNS

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