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Experten warnen vor Versorgungslücken in der Drogenersatztherapie

Dienstag, 24. Juli 2018

/dpa

Frankfurt am Main – Laut Substitutionsregister nehmen aktuell bundesweit rund 80.0000 Drogenabhängige Substitutionsangebote in Anspruch. Doch ihre Betreuung wird zunehmend schwerer, erklärten Ärzte der Frankfurter Neuen Presse.

Ralf Gerlach vom Institut zur Förderung qualitativer Drogenforschung, akzeptierender Drogenarbeit und rationaler Drogenpolitik (INDRO), bezeichnete die Nachwuchs­gewinnung als „bundesweites Problem“. So böten bundesweit aktuell lediglich rund 2.500 Ärzte entsprechende Therapien an, 2007 hätten dies noch knapp 2.800 Mediziner getan.

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Der Frankfurter Suchtforscher Heino Stöver warnte vor drohenden Versorgungslücken. Gelänge es aufgrund des Rückgangs der Zahl qualifizierter Suchtmediziner nicht, Substitutionswillige zu vermitteln, könne das für die Betroffenen lebensgefährlich werden, so der Vorstand des Bundesverbands für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik. Er appellierte dafür, drohende Versorgungslücken durch Einrichtung von Substitutionsambulanzen zu schließen.

Ziel der Substitutionstherapie ist es, die Zahl der Drogentoten zu reduzieren. 2017 starben nach Angaben der Bundesregierung 1.300 Menschen am Konsum illegaler Drogen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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