NewsPolitikBayern: Kabinett beschließt mehr Geld für Kliniken und Landarztquote
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bayern: Kabinett beschließt mehr Geld für Kliniken und Landarztquote

Dienstag, 24. Juli 2018

/dpa

München – In den kommenden fünf Jahren will die Staatsregierung in Bayern rund drei Milliarden Euro in den Ausbau von Krankenhäusern investieren. Das Kabinett gab heute nach eigenen Informationen den Startschuss für 26 neuen Bauvorhaben mit Schwer­punkt im ländlichen Raum in allen sieben Regierungsbezirken. Bayern verfügt aktuell über 414 zugelassene Krankenhäuser. In den vergangenen zehn Jahren wurden etwa 4,7 Milliarden Euro für Investitionen an bayerischen Kliniken ausbezahlt.

Das aktuelle Förderprogramm umfasst unter anderem Baumaßnahmen am Klinikum Nürnberg – Betriebsstätte Süd (rund 105 Millionen Euro), am Klinikum Main-Spessart Lohr am Main (rund 100 Millionen Euro), am Klinikum Kulmbach (rund 60 Millionen Euro), am Krankenhaus Landshut-Achdorf (rund 35 Millionen Euro) und am Klinikum Neumarkt (rund 20 Millionen Euro).

Anzeige

Die Staatsregierung will zudem defizitäre Krankenhäuser in Bayern finanziell unter­stützen. Das Kabinett beschloss ein Förderprogramm zum Erhalt von Kliniken, die nicht mehr kostendeckend arbeiten können. „Das gibt es nur bei uns in Bayern“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Um an Fördergeld zu kommen, muss der Träger bereits ein Umstrukturierungskonzept vorgelegt haben.

Bis die Häuser wieder wirtschaftlich arbeiten, übernimmt der Freistaat – für die Jahre 2019, 2020 und/oder 2021 – 85 Prozent der Summe, mit der der Landkreis die Betriebskostendefizite ausgleicht. Die Förderung ist auf eine 1 Million Euro pro Jahr - beziehungsweise zwei Millionen bei trägerübergreifender Kooperation - begrenzt.

Darüber hinaus beschloss das Kabinett, dass fünf Prozent aller Medizinstudienplätze in Bayern für künftige Landärzte reserviert werden. Die Staatsregierung hofft, dass die besseren Chancen auf einen Medizinstudienplatz den Anreiz erhöhen, sich für eine Niederlassung außerhalb der Städte zu entscheiden. Ge­sund­heits­mi­nis­terin Melanie Huml und Wissenschaftsministerin Marion Kiechle (beide CSU) sollen die notwendigen gesetzlichen Regelungen etwa zu den Auswahlkriterien erarbeiten. Die Quote soll dann zum Wintersemester 2019/20 umgesetzt werden. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Oktober 2018
München – Auch Bayern reformiert die Pflegeausbildung. Die Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml /CSU) hat dazu jetzt einen Vertrag mit der neuen „Pflegeausbildungsfonds Bayern GmbH“
Bayern stellt Weichen für Reform der Pflegeausbildung
9. Oktober 2018
München – Mehr als 100.000 Menschen in Bayern haben sich mit ihrer Unterschrift für ein Volksbegehren gegen den Pflegenotstand ausgesprochen. Heute überreichten die Initiatoren – ein Bündnis aus
Mehr als 100.000 Bayern fordern Volksbegehren für bessere Pflege
5. Oktober 2018
München – Seit Anfang Oktober fördert das bayerische Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Nordbayern ein neues Ausbildungsprogramm für künftige Landärzte. Insgesamt investiert das Ministerium in das Projekt
Bayern investiert in neues Ausbildungsprogramm für künftige Landärzte
4. Oktober 2018
Stuttgart – Die baden-württembergischen Krankenhäuser befürchten finanzielle Einbußen mit dem vom Bund geplanten Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals. Zwar sehe der Gesetzentwurf 40 Millionen
Krankenhäuser in Baden-Württemberg befürchten Verluste mit Pflegereform
2. Oktober 2018
Düsseldorf – Nordrhein-Westfalen (NRW) wird im kommenden Jahr 721,2 Millionen Euro für Investitionen im Krankenhaus zur Verfügung stellen. Im Etat des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Weiter Dissenz um Klinikfinanzierung in Nordrhein-Westfalen
25. September 2018
Demmin – Mit einem Millionenkredit des Landes soll das einzige Krankenhaus eines Landkreises im Nordosten – das Krankenhaus Demmin – aus den roten Zahlen geführt werden. Dafür sei ein Kredit von 3,5
Millionenkredit soll defizitäre kommunale Klinik in Mecklenburg-Vorpommern retten
19. September 2018
München – Angehende Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Podologen und Logopäden sollen für ihre Ausbildung in Bayern künftig kein Geld mehr bezahlen müssen. Als erstes Bundesland will der Freistaat
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER