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Mehr Frauen in Deutschland von Genitalverstümmelung betroffen

Dienstag, 24. Juli 2018

Berlin – Mehr Mädchen und Frauen in Deutschland sind Opfer leiden nach Analysen der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes einer Genitalverstümmelung. Schätzungen zufolge leben in Deutschland derzeit rund 65.000 Betroffene, wie die Organisation heute in Berlin mitteilte. Darüber hinaus seien rund 15.500 Mädchen gefährdet. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies einem Anstieg der Betroffenen um rund 12 Prozent und der Gefährdeten um etwa 17 Prozent.

„Seit Jahren steigen die Zahlen auch in Deutschland. Dies zeigt, wie wichtig Aufklä­rungs­arbeit auch hierzulande ist. Um weibliche Genitalverstümmelung zu beenden, sind neben Gesetzen und Strafverfolgung insbesondere auch Präventionsarbeit und der Schutz von Gefährdeten wichtig“, sagte die Bundesgeschäftsführerin der Organisation, Christa Stolle.

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Terre des Femmes fordert über verstärkte Aufklärungsarbeit hinaus einen besseren Schutz von gefährdeten Mädchen. Hierfür müsse das Thema weibliche Genital­verstümmelung in Aus- und Weiterbildungspläne für medizinische, pädagogische, soziale und juristische Berufe aufgenommen werden. Auch spezialisierte Beratungsstellen müssten flächendeckend in Deutschland gesichert sein. © kna/aerzteblatt.de

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