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Vermischtes

Fehlendes Wissen und Finanzierungs­lücken bremsen Digitalisierung in Gesundheits­wirtschaft aus

Mittwoch, 25. Juli 2018

/science photo, stockadobecom

Hannover – Die Digitalisierung in der deutschen Gesundheitswirtschaft geht nur langsam voran. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung, für die die Personalberatung Rochus Mummert rund 360 Führungskräfte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen befragt hat. Demnach sind die größten Stolpersteine zu wenig finanzielle Mittel, fehlende Unterstützung durch Kostenträger und Politik sowie zu wenig Wissen bei den Führungskräften.

„Wir registrieren einige Fortschritte bei der Digitalisierung in deutschen Krankenhäusern, aber im internationalen Vergleich hinkt die Branche immer noch deutlich hinterher“, sagte Studienleiter Oliver Heitz. So hätten nur knapp 40 Prozent der befragten Einrichtungen eine unternehmensübergreifende Digitalstrategie. Dabei seien die Einsatzbereiche für technische Neuerungen gerade im Gesundheitssektor vielfältig.

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Besonders sinnvoll finden die Befragten die Digitalisierung bei der Speicherung von Patientendaten, bei der medizinischen Diagnostik und bei der Steuerung des stationären Behandlungsprozesses. Das mit Abstand wichtigste Digitalisierungsthema ist für die Befragten die elektronische Patientenakte. Im Vergleich dazu spielen laut Untersuchung andere Themen wie Vernetzung mit Dritten, Nutzung mobiler Geräte oder telemedizinische Lösungen nur eine untergeordnete Rolle.

Zudem ergab die Befragung, dass die Entscheidungsträger in deutschen Krankenhäusern vor allem eine Erwartung an den Einsatz neuer digitaler Techniken haben: Effizienzsteigerungen. So sind mehr als 80 Prozent der Befragten überzeugt, dass doppelte oder unnötige Untersuchungen und Behandlungen künftig besser vermieden werden können. Auch im kaufmännischen Bereich erkennen die Befragten Potenzial: 80 Prozent gaben an, dank Digitalisierung interne Prozesse und Kostenpositionen verstärkt auf den Prüfstand zu stellen.

Bei der Vermittlung von notwendigem Wissen sehen die Studienteilnehmer noch viel Nachholbedarf. Die Mehrheit plädiert dafür, Digitalkenntnisse besser in die Ausbildung zu integrieren. 46 Prozent der Befragten vergeben hier derzeit die Schulnoten „mangelhaft“ oder sogar „ungenügend“, nur knapp neun Prozent sehen Digitali­sierungswissen „gut“ oder „sehr gut“ in der medizinischen Ausbildung berücksichtigt. „Die digitale Transformation ist nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeitern erfolgreich zu meistern. Dafür müssen wir dringend die richtigen Weichen in der Aus- und Weiterbildung stellen“, sagte Heitz. © hil/sb/aerzteblatt.de

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