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Ausland

Weitere Festnahmen im Zusammenhang mit Impfstoffskandal in China

Mittwoch, 25. Juli 2018

/dpa

Peking – Die chinesische Polizei hat im Zusammenhang mit dem jüngsten Impfstoffskandal 15 Verdächtige festgenommen. Wie sie gestern Abend mitteilte, erfolgten die Festnahmen in der nordöstlichen Stadt Changchun. Dort hat der Pharmakonzern Changchun Changsheng Biotechnology seinen Sitz. Unter den Festgenommenen ist auch die Konzernchefin, deren Name in der Vergangenheit mit Gao Junfang angegeben worden war.

Die chinesische Lebensmittel- und Medikamentenaufsicht (CFDA) hatte zuvor mitgeteilt, sie habe die Produktion eines Impfstoffs gegen Tollwut durch den Pharmakonzern stoppen lassen. Bei einer Inspektion seien gefälschte Daten und andere Probleme aufgefallen. Die beanstandeten Impfdosen seien nicht ausgeliefert worden.

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Der Konzern gab allerdings zu, 250.000 eines nicht den Normen entsprechendes Präparat gegen Diphterie, Keuchhusten und Tetanus in die Provinz Schandong verkauft zu haben.

In Onlinenetzwerken löste die Nachricht eine Flut von Artikeln und Kommentaren aus. Eltern äußerten sich beunruhigt darüber, dass ihren Kindern ein unzulässiger Impfstoff gespritzt worden sein könnte. Sie kritisierten die chinesische Pharmaindustrie und tauschten Informationen über Medikamente aus dem Ausland aus.

Nach zahlreichen Skandalen ist das Vertrauen der chinesischen Bevölkerung in die Sicherheit von Lebensmitteln und Medikamenten geschwunden, Wut und Sorge sind groß. Die Behörden sagten im jüngsten Skandal Konsequenzen an. © afp/aerzteblatt.de

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