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Politik

Sozialverband pocht auf Vorrang für ambulante statt stationärer Pflege in NRW

Donnerstag, 26. Juli 2018

Düsseldorf – Für Pflegebedürftige hat die seit einem Jahr regierende schwarz-gelbe Koalition in Nordrhein-Westfalen (NRW) nach Überzeugung des Sozialverbands VdK Rückschritte gebracht. Der bewährte Grundsatz „ambulant vor stationär“ sei von der CDU/FDP-Regierung aufgegeben worden, kritisierte der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge gestern in Düsseldorf.

„Das widerspricht zum einen dem Wunsch eines Großteils der Bevölkerung, in der vertrauten Umgebung alt zu werden“, unterstrich er in einer Mitteilung. „Angesichts des Mangels an professionellen Pflegekräften stellt sich darüber hinaus die Frage, wie die Versorgung von immer mehr Heimbewohnern überhaupt auf Dauer sichergestellt werden kann.“

In seiner sozialpolitischen Zwischenbilanz kritisierte der VdK außerdem eine mangelhafte Landespolitik für die rund 1,82 Millionen Behinderten in NRW. Die Koalition habe weder eine Quote zum Bau rollstuhlgerechter Wohnungen eingeführt, noch klare Zuständigkeiten für Leistungen der Eingliederungshilfe.

„Von einer gleichberechtigten Teilhabe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention sind wir daher immer noch weit entfernt“, stellte Vöge fest. Das zeigten auch mehr als 6.300 – überwiegend auf das Schwerbehinderten- und Rentenrecht gerichtete – Sozialgerichtsverfahren, die im vergangenen Jahr für VdK-Mitglieder in NRW abge­schlossen worden seien. Positiv wertete der Sozialverband hingegen die Regierungs­bemühungen, die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum zu verbessern. © dpa/aerzteblatt.de

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