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Intelligente Leitstelle soll ambulante Notfallversorgung in Berlin steuern

Donnerstag, 26. Juli 2018

/dpa

Berlin – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin will die ambulante Notfall­versorgung in der Hauptstadt verbessern. Dreh- und Angelpunkt soll dabei auch künftig die bundesweite Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116117 bleiben. „Mithilfe dieser Nummer wollen wir die Patienten dabei unterstützen, sich im Dschungel der medizinischen Notfallangebote zurechtzufinden, und Fehlinanspruch­nahmen verhindern“, erläuterte Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorsitzender der KV Berlin.

Schon jetzt bilde die Telefonnummer eine unverzichtbare Säule der Berliner Patientenversorgung. So stünden für dringende medizinische Fälle darunter rund um die Uhr eine Leitstelle inklusive telefonischer Beratung sowie ein fahrender Notdienst zur Verfügung. Zwei KV-eigene Notdienstpraxen, vier Kinder- und jugendärztliche Notdienstpraxen sowie elf Kooperationskrankenhäuser mit Portalpraxen ergänzten das Angebot.

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Künftig soll dies weiter ausgebaut und der Versorgungsweg der unterschiedlichen Patienten im Idealfall schon am Telefon festgelegt werden, noch bevor der Patient seine Wohnung verlässt. Um dies zu ermöglichen, will die KV Berlin eine intelligente Leitstelle implementieren sowie die Kompetenzen des nichtärztlichen Personals und der beratenden Fachärzte weiter stärken. Ziel ist es, dass diese dem Patienten schon beim ersten Anruf helfen, seine Situation richtig einzuschätzen und erforderliche Schritte einzuleiten.

Damit das gelingt, müsse die Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes jedoch deutlicher kommuniziert werden, forderte in diesem Zusammenhang die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD). „Etwa die Hälfte der Patienten, die Berliner Notaufnahmen aufsuchen, wissen nicht, dass es einen Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung gibt“, sagte sie. Um das zu ändern, arbeitet die Kassenärztliche Bundes­vereinigung (KBV) gemeinsam mit den KVen an einer bundesweiten Öffentlichkeitskampagne für die 116117.

Die vom Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) vorgelegten Pläne, unter der 116117 einen gemeinsamen 24-Stunden-Betrieb für Notfallversorgung und Terminservicestelle zu installieren, kommen bei den Berliner Ärzten allerdings nicht gut an. „Aus unserer Sicht ist eine Verquickung nicht sinnvoll. Das qualifizierte Personal in der Leitstelle ist für akut erkrankte Patienten da. Eine Differenzierung von Notfallversorgung und Terminservicestelle sollte erhalten bleiben“, forderte deshalb KV-Chefin Margret Stennes. © may/EB/aerzteblatt.de

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