NewsPolitikRegierung will Einsatz von Glyphosat einschränken
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Regierung will Einsatz von Glyphosat einschränken

Freitag, 27. Juli 2018

/dpa

Berlin – Berechnungen zufolge kann die Agrarwirtschaft unter bestimmten Bedingungen auf den Einsatz des Unkrautbekämpfungsmittels Glyphosat verzichten, ohne dass den Betrieben dadurch Mehrkosten entstehen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor. Allerdings sei davon auszugehen, dass die Kosten für alternative Verfahren starken Schwankungen unterlägen, so die Bundesregierung.

Angesichts der anhaltenden Diskussionen um potenzielle Gesundheitsrisiken hatte sich die FDP für das Pflanzenschutzmittel stark gemacht und alternative Verfahren zur Unkrautbeseitigung sowie ein generelles Glyphosat-Verbot in Frage gestellt.

Anzeige

Obwohl es derzeit keine chemischen Alternativen für Glyphosat gebe, machte die Bundesregierung in ihrer Erklärung deutlich, dass die Agrarwirtschaft mittelfristig wohl ohne das umstrittene Pflanzenschutzmittel auskommen muss: Denn nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums hätten Breitbandherbizide wie Glyphosat „grundsätzlich negative Auswirkungen auf die Biodiversität“.

Vor diesem Hintergrund will die Bundesregierung den Einsatz von Glyphosat systematisch reduzieren und schnellstmöglich grundsätzlich beenden und die dazu nötigen rechtlichen Maßnahmen in einem EU-konformen Rahmen verankern. © hil/sb/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

17. Januar 2019
Straßburg – Nach der umstrittenen Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat bis 2022 hat das EU-Parlament strengere Prüfmechanismen für Pestizide gefordert. Künftig sollen Studien zu den Wirkstoffen
Glyphosat: EU-Parlament fordert bessere Pestizidkontrollen
15. Januar 2019
Straßburg – Im Europaparlament ist massive Kritik an der Rolle des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bei der Neuzulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat laut geworden.
EU-Abgeordnete kritisieren Bundesinstitut wegen Glyphosat-Bewertung
15. Januar 2019
Lyon – Ein Gericht in Frankreich hat dem Unkrautvernichter Roundup Pro 360 von Bayer die Zulassung entzogen. Die zuständige Pariser Behörde habe nicht berücksichtigt, dass das Herbizid mit dem
Gericht in Frankreich entzieht Unkrautvernichter von Bayer die Zulassung
11. Dezember 2018
Straßburg – Nach der umstrittenen Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat in Europa sollen Genehmigungen für Lebensmittel und Pestizide nach dem Willen des EU-Parlaments transparenter werden. Die
Glyphosat-Streit: EU-Parlament will mehr Transparenz bei Zulassungen
7. Dezember 2018
Leverkusen – Bayer hat heute die Zusammenfassung von mehr als 300 Studien zu dem umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat online gestellt. Die Veröffentlichung ist Teil der
Bayer veröffentlicht Studien zu Glyphosat
6. Dezember 2018
Brüssel – Als Reaktion auf die umstrittene Zulassung des Unkrautvernichters Glyphosat bis 2022 hat ein Sonderausschuss des EU-Parlaments strengere Prüfmechanismen für Pestizide gefordert. Künftig
Streit um Glyphosat: Sonderausschuss will bessere Kontrollen von Pestiziden
13. November 2018
Leverkusen – Bayer muss sich in den USA noch mehr Glyphosatklagen stellen als bisher bekannt. Bis Ende Oktober seien Gerichtsschriften von etwa 9.300 Klägern zugestellt worden, sagte Bayer-Konzernchef
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER