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Palliativmedizin: Fachgesellschaft fordert Regeln für Pflege­weiterbildungen

Mittwoch, 1. August 2018

/bilderstoeckchen, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) hat sich für klare Anforderungen an die Qualität von Weiterbildungen in der Palliativpflege und deren Überprüfung ausgesprochen. „Es ist zu befürchten, dass die Versorgung der schwer­kranken und sterbenden Menschen in der Palliativversorgung leidet, wenn die Anforderungen an die Qualität der Weiterbildungen nicht konkret beschrieben sind und überprüft werden“, warnte DGP-Präsident Lukas Radbruch.

Die DGP zertifiziert seit 2014 Weiterbildungen im Bereich Palliative Care und hat seit 1996 fortlaufend für alle beteiligten Berufsgruppen entsprechende Curricula erstellt. „Die seit 2017 bestehende Nationale Strategie zur Umsetzung der Charta zur Betreu­ung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland fordert vergleichbare Qualifizierungsangebote und Qualitätskriterien“, erläuterte Katja Goudinoudis, Sprecherin der Sektion Pflege der DGP.

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Die Fachgesellschaft betont, dass die nach DGP-Kriterien zertifizierten Kurse nicht als Fernlehrgang stattfinden, denn die Auseinandersetzung mit zutiefst ethischen Themen könne nur in der persönlichen Diskussion untereinander gelingen. Nur wenige Teile der Ausbildung sind laut Fachgesellschaft für ein Fernstudium geeignet. 

„Der Haltung im Umgang mit sterbenden und trauernden Menschen sowie ihren An- und Zugehörigen kommt eine besondere Bedeutung zu“, heißt es in einem gemeinsam von der DGP und dem Deutschen Hospiz- und Palliativverband (DHPV) veröffentlichten Positionspapier.

Die unterrichteten Themen würden tiefergehend reflektiert, daher müsse die hierzu eingenommene Haltung auch und gerade im Umgang mit den Teilnehmenden sichtbar und untereinander erlebbar gemacht werden können. Ein Kurs, der den Menschen als Ganzes betone, lebe von der Überzeugung und glaubwürdigen Darlegung dieser Komponenten durch die Lehrenden.

© hil/aerzteblatt.de

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