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Politik

Bund will Diskriminierung von trans­geschlechtlichen Menschen abbauen

Freitag, 3. August 2018

/lagom, stock.adobe.com

Berlin – Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung und transgeschlechtliche Menschen werden auch im Gesundheitswesen immer wieder diskriminiert. Das will das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) ändern und fördert deshalb Projekte, die für mehr Akzeptanz von Varianten der Geschlechtsentwicklung (Differences of Sex Development/DSD) und transgeschlechtlichen Menschen führen.

Ziel der Förderung ist es, Maßnahmen zu entwickeln, um Beschäftigte im Gesundheits­wesen im Umgang mit Menschen mit DSD und transgeschlechtlichen Menschen zu sensibilisieren. Art und Umfang der Maßnahmen sind dabei nicht definiert: Fortbil­dungen zu den wissenschaftlichen Grundlagen der Geschlechts­entwicklung und Geschlechtsidentität können ebenso gefördert werden wie Schulungen für eine angemessene Kommunikation oder Informations­veranstaltungen zu rechtlichen und ethischen Aspekten von DSD oder Transsexualität.

Antragsberechtigt sind unter anderem Einrichtungen des Gesundheitswesens und ihre Träger mit Erfahrungen in der Versorgung transgeschlechtlicher Menschen, Fach- und Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Vereine und Stiftungen. Damit können sich auch Praxen bewerben.

In dem zweistufig angelegten Verfahren geht es zunächst darum, das geplante Vorhaben zu beschreiben, in der zweiten Stufe können dann Förderanträge für ausgewählte Maßnahmen gestellt werden. Bewerbungen können noch bis zum 19. August eingereicht werden. Die Projekte können bis zu drei Jahre gefördert werden. Der Projektstart ist voraussichtlich im Frühjahr 2019. © hil/sb/aerzteblatt.de

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