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E-Bikes: gesund und gefährlich zugleich

Dienstag, 7. August 2018

/dpa

Berlin – E-Bikes sind gesundheitlich gesehen positiv zu beurteilen, zugleich aber mit Vorsicht zu genießen. Das verdeutlichen diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe und Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Die Experten sind sich einig, dass E-Bikes zu einem aktiverem Lebensstil motivieren können. Allerdings ist auch Vorsicht geboten.

„Seit Jahren versuchen wir immer wieder, Menschen mit Diabetes Typ 2 zu begeistern, sich mehr zu bewegen und ihre Fitness zu verbessern“, sagte Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE und niedergelassener Diabetologe aus Hamburg-Bergedorf. Radfahren als Ausdauersport sei für Menschen mit Diabetes ideal. Sie würden dabei Kalorien verbrennen sowie Herz-Kreislauf-System und Lunge stärken. Radfahren sei zudem gelenkschonend, ein E-Bike erleichtere auch untrainierten Menschen mit Diabetes längere Strecken, Anstiege oder das Fahren bei Gegenwind.

„Die elektronische Unterstützung kann besonders für solche Betroffene eine gute Motivation sein, mit dem Radfahren anzufangen. Auch Ältere, die sich die Kraft nicht mehr zutrauen, finden damit leichter wieder den Einstieg“, betonte Kröger. Für ungeübte Menschen mit Diabetes sei es aber wichtig, sich vor der ersten Fahrt von ihrem behandelnden Arzt untersuchen zu lassen, so der Diabetologe. Außerdem sollten Radfahrer einen Helm tragen, der sie bei Stürzen vor Kopfverletzungen schütze.

Die DGOU betonte, von den im vergangenen Jahr getöteten 382 Fahrradfahrern in Deutschland seien 155 älter als 75 Jahre gewesen. Insbesondere bei der Generation 65 plus steige die Nachfrage nach Fahrrädern mit hybridem Antrieb – den Pedelecs. Sie böten Menschen mit Handicaps oder Fitnessdefiziten eine mögliche Alternative zum herkömmlichen Fahrrad.

„Sie erhöhen die Mobilität von älteren Menschen, fordern jedoch trotz Elektroantrieb körperlichen Einsatz ab“, sagte Christopher Spering, Leiter der DGOU-Sektion Prävention und Oberarzt an der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Plastische Chirurgie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Daher habe die Pedelecnutzung in jedem Fall einen positiven Effekt für Senioren.

Höhere Geschwindigkeiten und die bei Senioren zunehmenden körperlichen Einschränkungen erhöhten aber auch das Unfallrisiko und die Schwere der Verletzungen. „Bei den schweren Verletzungen ist vor allem der Kopf betroffen. Gerade auf den von Senioren gern genutzten Pedelecs ist ein Kopfschutz wichtiger denn je“, betonte Joachim Windolf, stellvertretender DGOU-Präsident und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) sowie Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie der Universitätsklinik Düsseldorf. © hil/aerzteblatt.de

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