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Politik

Bundesregierung lehnt Sexroboter auf Rezept ab

Mittwoch, 8. August 2018

/alice_photo, stockadobecom

Berlin – Die Bundesregierung setzt große Hoffnungen in Künstliche Intelligenz – Sexroboter als medizinisches Therapiegerät als Leistung der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) lehnt sie aber ab.

Die GKV habe als Solidargemeinschaft die Aufgabe, „die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitsstand zu verbessern“, heißt es in einer Antwort des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Es sei „nicht ersichtlich, wie sogenannte Sexroboter zur Erfüllung dieser Aufgabenstellung beitragen könnten“.

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Die FDP wollte wissen, ob Sexroboter von Ärzten als „medizinisches Therapiegerät“ verordnet werden können und ob Krankenkassen dann die Behandlung erstatteten würden. Der Einsatz von Sexrobotern wird unter anderem bei Menschen mit Erektionsstörungen diskutiert.

In der Anfrage hatte die FDP eine Reihe von Fragen zur Strategie der Bundesregierung zur Künstlichen Intelligenz (KI) gestellt. Das Kabinett hatte Mitte Juli ein Eckpunkte­papier für eine KI-Strategie verabschiedet und darin das Ziel festgehalten, Deutschland „zum weltweit führenden Standort für KI“ zu machen.

Der technologiepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Mario Brandenburg, warf der Bundesregierung heute vor, bei dem Thema „visionslos“ zu sein und auf viele Fragen keine Antwort zu haben. „Die Bundesregierung verschläft einmal mehr die Zukunft“, so Brandenburg. © afp/aerzteblatt.de

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