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Vermischtes

Hälfte der Apotheken für Schutz gegen Arzneimittel­fälschungen registriert

Mittwoch, 8. August 2018

/dpa

Berlin – Rund die Hälfte der Apotheken in Deutschland haben sich für den im Februar 2019 startenden neuen Schutz gegen Arzneimittelfälschungen „securPharm“ registriert. Das teilte die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apotheker­verbände mit. 

Konkret haben sich 8.284 von 15.236 Apothekeninhabern (54 Prozent) auf dem sogenannten N-Ident-Portal der zuständigen Netzgesellschaft Deutscher Apotheker angemeldet. Darüber hinaus haben die meisten Inhaber laut ABDA auch bereits einen Legitimationsantrag mit Betriebserlaubnis und Tätigkeitsnachweis hinterlegt, sodass 8.450 von 19.748 Apotheken (43 Prozent) mittlerweile startklar seien.

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Apotheken vorbereitet

„Wenn die europäische Fälschungsschutzrichtlinie nächstes Jahr in Kraft tritt, werden die Apotheken in Deutschland bestens vorbereitet sein, um ihre Patienten auch weiterhin mit allen notwendigen Arzneimitteln zu versorgen“, sagte Hans-Peter Hubmann, ABDA-Vorstandsmitglied und securPharm-Verantwortlicher.

Am 9. Februar kommenden Jahres wird in den meisten Mitglieds­taaten der Euro­päischen Union sowie den Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums das neues Anti-Fälschungssystem securPharm starten. Dann dürfen in Deutschland pharmazeutische Unternehmer nur noch verschreibungspflichtige Arzneimittel in Verkehr geben, die eine individuelle Seriennummer tragen und einen Erstöffnungsschutz besitzen, damit erkennbar ist, ob die Verpackung noch unversehrt ist.

Die Echtheitsprüfung von Medikamenten erfolgt dann über den Scan der individuellen Seriennummer bei der Abgabe in der Apotheke. Über diesen Scan wird der Status der Packung in einer Datenbank abgefragt. Wurde eine Packung mit dieser Seriennummer schon einmal verkauft oder nie in den Vertrieb gegeben, warnt das System den Apotheker und die Packung wird nicht abgegeben.

„Zuletzt mussten wir leider erleben, wie mit viel krimineller Energie lebenswichtige Arzneimittel europaweit gestohlen, verschickt und anderswo wieder eingeschleust wurden. SecurPharm ist ein Schutzsystem, das solchen Machenschaften einen wirksamen Riegel vorschieben kann, soll und wird“, sagte Hubmann. © hil/aerzteblatt.de

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