NewsPolitikZahl der Zentren zur Versorgung von Menschen mit Behinderung gestiegen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Zahl der Zentren zur Versorgung von Menschen mit Behinderung gestiegen

Donnerstag, 9. August 2018

/Dan Race, stock.adobe.com

Berlin – Die Zahl medizinischer Zentren zur Behandlung von Erwachsenen mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB) ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor. Zahlen darüber, wie viele MZEB in Deutschland existieren, hat die Bundesregierung aber nicht.

Die Anfrage zeigt jedoch, dass im Jahr 2015 bundesweit fünf Neuanträge auf Ermäch­tigung eines MZEB gestellt wurden. Die vier in der Region der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein eingereichten Anträge wurden genehmigt. Ein Antrag aus Westfalen-Lippe ist noch nicht abschließend beschieden.

Anzeige

2016 erhöhte sich die Zahl der Anträge auf 52. Davon wurden 28 positiv beschieden, sieben wurden abgelehnt, zwölf Verfahren laufen noch, fünf Anträge wurden zurückgezogen. Die Antwort der Regierung zeigt auch, dass manche Länder bei den MZEB-Anträgen hinterherhinken. In Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und dem Saarland wurde in den Jahren 2015 und 2016 kein einziger Antrag eingereicht. Daten für das vergangene Jahr liegen laut Bundesregierung allerdings noch nicht vor.

Die Bundesregierung verwies in der Antwort an die FDP darauf, wie wichtig ihr das Thema ist. Ihr sei eine gute gesundheitliche Versorgung von Menschen mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen „ein wichtiges Anliege“, schreibt sie. Daher sei mit dem Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV-VSG) die Grundlagen dafür geschaffen worden, die medizinische Versorgung dieses Personenkreises, der sich durch besondere, spezifische Bedarfe auszeichnet, zu verbessern.

Die Ermächtigung für MZEB war 2015 durch eine Regelung in Paragraf 119c des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) eingeführt worden. Vorgesehen ist, dass MZEB sich speziell auf Menschen mit Behinderungen einstellen. Die Behandlung sei auf diejenigen Erwachsenen auszurichten, die wegen der Art, Schwere oder Komplexität ihrer Behinderung durch zugelassene Vertragsärzte nicht ausreichend behandelt werden können, so die Bundesregierung. © may/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Januar 2019
Berlin – Für mehr Barrierefreiheit in ambulanten Gesundheitseinrichtungen – auch Arztpraxen – haben sich der Sozialverband VdK, die BAG Selbsthilfe und andere in einem Positionspapier ausgesprochen.
Sozialverbände fordern mehr Barrierefreiheit in Praxen
16. Januar 2019
Mainz – Etwa jeder vierte rheinland-pfälzische Arbeitgeber mit mehr als 20 Mitarbeitern beschäftigt keinen schwerbehinderten Menschen – und das, obwohl Betriebe dieser Größe eigentlich gesetzlich zu
Viele Betriebe in Rheinland-Pfalz halten sich nicht an Beschäftigungsquote für Menschen mit Behindernug
14. Januar 2019
Berlin – In rund vier Monaten ist Europawahl – bestimmte Menschen mit Behinderung dürfen dabei möglicherweise erstmals wählen. Der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel dringt auf ein Ende des
Ungleiche Wahl für viele Behinderte: Wahlausschluss in der Kritik
17. Dezember 2018
Wiesbaden – 911.000 Menschen haben 2017 in Deutschland Eingliederungshilfe für Behinderte erhalten. Das waren 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mit.
Mehr Menschen erhalten Eingliederungshilfe für Behinderte
11. Dezember 2018
Berlin – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat mehr Stellen für Menschen mit Behinderungen auf dem ersten Arbeitsmarkt gefordert. Arbeit habe nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine
Heil will mehr Stellen für Menschen mit Behinderung auf erstem Arbeitsmarkt
3. Dezember 2018
Düsseldorf – In Deutschland sollte es eine kurzfristige Reform des Wahlrechts geben. Das hat der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, heute anlässlich des Tags der Menschen mit
Behindertenbeauftragter will Wahlrechtsänderung vor Europawahl
29. November 2018
Bonn/Frankfurt – Eine nach wie vor unzureichende Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung beklagt die Aktion Mensch. Die Zahl der Arbeitslosen mit einer Behinderung sei im laufenden Jahr zwar
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER