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Wissenschaftler koordinieren DFG-Schwerpunkt­programm zu Knochenmetastasen

Donnerstag, 9. August 2018

/freshidea, stockadobecom

Dresden – Mediziner und Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus und des Universitätsklinikums Dresden koordinieren ein neues Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zu Knochenmetastasen. In den kommenden sechs Jahren arbeiten Forscher aus ganz Deutschland eng zusammen, um Knochenmetastasen nach einer vorherigen Brust- oder Prostatakrebserkrankung frühzeitig zu erkennen und deren Entstehung zu verhindern. 7,8 Millionen Euro stehen für das Schwerpunktprogramm „μBONE – Kolonisierung und Interaktionen von Tumorzellen innerhalb der Knochenmikroumgebung“ der DFG zur Verfügung.

„Es ist leider oft klinischer Alltag, dass wir Patientinnen mit Brustkrebs und Patienten mit Prostatakrebs sehen, deren Tumorerkrankung bereits vor mehreren Jahren besiegt schien, bei denen die Krankheit aber in Form von Knochenmetastasen zurückkehrt“, erläuterte Lorenz Hofbauer, Knochenspezialist am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und Koordinator des µBONE-Konsortiums. Gerade das Mammakarzinom und das Prostatakarzinom neigten bei fortgeschrittener Erkrankung in bis zu 80 Prozent zur Ansiedlung in den Knochen, erläutert der Experte. Die Folge seien Knochenbrüche, starke Schmerzen und eine Einschränkung der Lebensqualität.

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„Die genauen Mechanismen und die einzelnen Entwicklungsschritte der Knochen- und Tumorzellen auf dem Weg zur klinisch erkennbaren Knochenmetastase sind unzureichend erforscht, stellen aber eine Grundvoraussetzung für eine frühzeitige Diagnose sowie eine verbesserte Prävention und Therapie dar“, so Hofbauer. Ziel der Forschungsarbeiten sei, die Entstehung von Knochenmetastasen besser zu verstehen.

Neben der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus der TU Dresden sind auch die Medizinische Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Dresden, das DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden CRTD, das Orthopädisch-Unfallchirurgische Centrum BIOTEC, das Institut für Klinische Chemie und Labor­medizin, das NationaleZentrum für Strahlenforschung in der Onkologie Oncoray sowie die Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Dresden an dem Programm beteiligt. Die Dresdner Mediziner und Wissenschaftler arbeiten außerdem mit Forschern Kollegen aus Hamburg, Heidelberg, Erlangen, Lübeck, Würzburg, Berlin, Regensburg, Frankfurt am Main und Münster zusammen. © hil/aerzteblatt.de

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