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Politik

Bürger halten Gesundheitspolitiker für inkompetent, Ärzte genießen höchstes Ansehen

Freitag, 10. August 2018

/Mediteraneo, stock.adobe.com

Monheim – Die Menschen in Deutschland haben ein klares Bild davon, welche Akteuren im Gesundheitswesen kompetent sind. Im Ranking liegen Ärzte weit vorne, gefolgt von Universitätswissenschaftlern, Apothekern und Krankenkassen, wie eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern durch das Marktforschungsinstitut Toluna zeigt.

89 Prozent der Teilnehmer bewerteten die Kompetenz von Ärzten als hoch. Auf Platz zwei folgen Wissenschaftler, deren Fachwissen 86 Prozent der Befragten schätzen. Dritte sind Apotheker, von deren Expertise 79 Prozent überzeugt sind. Krankenkassen landen auf dem vierten Platz. 71 Prozent der Bundesbürger vertrauen auf das Fachwissen der Kassenmitarbeiter.

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Außerdem bewerten 68 Prozent die Expertise in der Pharmaindustrie als hoch, bei 63 Prozent haben auch Patientenorganisationen ein gutes Ansehen. Lediglich 30 Prozent schätzen hingegen die Kompetenz von Gesundheitspolitikern als hoch ein. Besonders gering ist das Vertrauen der über 60-Jährigen in Gesundheitspolitiker. Nur 24 Prozent von ihnen bewerten deren Fachwissen positiv.

Auch beim Thema „medizinischer Fortschritt“ sehen die Bürger mit 27 Prozent zuallererst Ärzte und Kliniken in der Pflicht. 24 Prozent meinen, hierfür sei die Politik zuständig. 16 Prozent der Befragten sagen, die Pharmaunternehmen seien dafür verantwortlich, dass es in der Medizin vorangehe.

Das Unternehmen UCB, das die Befragung in Auftrag gegeben hat, fordert die Bundes­regierung und den Bundestag entsprechend auf, den medizinischen Fortschritt voran­zutreiben. „Um Spitzenforschung in Deutschland leisten zu können, brauchen wir eine steuerliche Forschungsförderung, wie sie in den meisten Industrienationen bereits Standard ist“, sagte Peter Mitterhofer, Vorsitzender der Geschäftsführung UCB Pharma. © hil/aerzteblatt.de

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