NewsPolitikAltenpflege­anbieter dringen auf mehr ausländische Fachkräfte
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Altenpflege­anbieter dringen auf mehr ausländische Fachkräfte

Donnerstag, 9. August 2018

/dpa

Berlin – Angesichts der Personalnot in der Pflege fordern private Altenpflegeanbieter eine Offensive für mehr ausländische Fachkräfte. In einem zweijährigen Pilotprojekt sollten vom Bund koordiniert bis zu 15.000 Mitarbeiter aus dem Ausland gewonnen werden, erklärte der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) heute in Berlin. Wer binnen sechs Monaten als Fachkraft anerkannt sei und einen Arbeitsvertrag habe, müsse dann auch ein Bleiberecht erhalten.

Daneben sollten 15.000 bisherige Hilfskräfte weitergebildet werden. Dadurch könnten die von der Bundesregierung angestrebten 13.000 zusätzlichen Stellen in der Altenpflege zügig besetzt werden. Ein solches Programm dürfte rund 36 Millionen Euro kosten. In der Alten- und Krankenpflege sind 35.000 Stellen für Fachkräfte und Helfer offen.

Anzeige

Der Verband, der nach eigenen Angaben die umsatzstärksten privaten Altenpflege­unternehmen mit 40.000 Beschäftigten vertritt, warnte vor Kostensteigerungen durch Pläne der Politik.

Die Bundesregierung will durchsetzen, dass in der Pflege mehr Tarifverträge gelten, um die Arbeit für Beschäftigte attraktiver zu machen. Wenn man mehr Personal und bessere Bezahlung wolle, drohten Steigerungen der monatlich von den Betroffenen selbst zu zahlenden Kostenanteile, erklärte der Verband. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #735550
rp__bt
am Donnerstag, 9. August 2018, 19:20

Sensationell!

Genau so eine sensationelle Nachricht wie "Gewerkschaft fordert Lohnerhöhung" oder "Opposition kritisiert Regierung"! Natürlich wollen die Pflegegroßfirmen lieber billige ausländische Arbeitnehmer sofort anheuern, als den Beruf für deutsche Jugendliche mit besseren Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung attraktiver zu machen.
...So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt. (Goethe)
LNS

Nachrichten zum Thema

18. März 2019
Hannover – Die Arbeitgeberverbände der AWO und der Diakonie in Niedersachsen drohen mit einem Rückzug aus der ambulanten Pflege. Grund ist die nach ihrer Ansicht zu niedrige Finanzierung von
Konflikt um Pflegefinanzierung in Niedersachsen
13. März 2019
Berlin – Der Deutsche Pflegerat (DPR) hat angekündigt, auf dem morgen in Berlin beginnenden Deutschen Pflegetag ein Instrument zur Bemessung des Pflegepersonals in Krankenhäusern vorzustellen. Der DPR
Wissenschaftler erarbeiten Personalbemessungsinstrumente in der Pflege
11. März 2019
München – Das Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern“ hat eine wichtige Hürde genommen. Die Initiatoren reichten kürzlich ihre Liste mit mehr als 100.000 Unterschriften
Volksbegehren zum Pflegenotstand in Bayern geht in nächste Phase
1. März 2019
Düsseldorf/Frankfurt – Krankenhäuser und Altenpflegeeinrichtungen stellen zunehmend Pfleger ein, die ihren Berufsabschluss im Ausland erworben haben. Ihre Integration in die betrieblichen Abläufe
Berufliche Integration ausländischer Pflegekräfte oft schwierig
28. Februar 2019
Mainz – Der Staat lässt Familien allein, die Pflegebedürftige betreuen und diese nicht an eine stationäre Einrichtung vermitteln wollen. Die Familien suchen daher zunehmend nach Auswegen und greifen
In Deutschland fehlen Strukturen für verlässliche Betreuung von Pflegebedürftigen in der Familie
19. Februar 2019
Hannover – Auf den Mangel an Pflegekräften, die Familien mit Pflegekräften unterstützen, hat die Landespflegekammer Niedersachsen hingewiesen. Insbesondere in der häuslichen Versorgung griffen heute
Pflegekammer Niedersachsen fordert bessere Rahmenbedingungen für ausländische Betreuungskräfte in Familien
12. Februar 2019
Mainz – Die Pflegepersonaluntergrenzen für verschiedene Versorgungsbereiche haben sich der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz zufolge als „administratives Monstrum“ entpuppt. Die Untergrenzen seien so
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER