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Politik

Altenpflege­anbieter dringen auf mehr ausländische Fachkräfte

Donnerstag, 9. August 2018

/dpa

Berlin – Angesichts der Personalnot in der Pflege fordern private Altenpflegeanbieter eine Offensive für mehr ausländische Fachkräfte. In einem zweijährigen Pilotprojekt sollten vom Bund koordiniert bis zu 15.000 Mitarbeiter aus dem Ausland gewonnen werden, erklärte der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) heute in Berlin. Wer binnen sechs Monaten als Fachkraft anerkannt sei und einen Arbeitsvertrag habe, müsse dann auch ein Bleiberecht erhalten.

Daneben sollten 15.000 bisherige Hilfskräfte weitergebildet werden. Dadurch könnten die von der Bundesregierung angestrebten 13.000 zusätzlichen Stellen in der Altenpflege zügig besetzt werden. Ein solches Programm dürfte rund 36 Millionen Euro kosten. In der Alten- und Krankenpflege sind 35.000 Stellen für Fachkräfte und Helfer offen.

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Der Verband, der nach eigenen Angaben die umsatzstärksten privaten Altenpflege­unternehmen mit 40.000 Beschäftigten vertritt, warnte vor Kostensteigerungen durch Pläne der Politik.

Die Bundesregierung will durchsetzen, dass in der Pflege mehr Tarifverträge gelten, um die Arbeit für Beschäftigte attraktiver zu machen. Wenn man mehr Personal und bessere Bezahlung wolle, drohten Steigerungen der monatlich von den Betroffenen selbst zu zahlenden Kostenanteile, erklärte der Verband. © dpa/aerzteblatt.de

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rp__bt
am Donnerstag, 9. August 2018, 19:20

Sensationell!

Genau so eine sensationelle Nachricht wie "Gewerkschaft fordert Lohnerhöhung" oder "Opposition kritisiert Regierung"! Natürlich wollen die Pflegegroßfirmen lieber billige ausländische Arbeitnehmer sofort anheuern, als den Beruf für deutsche Jugendliche mit besseren Arbeitsbedingungen und bessere Bezahlung attraktiver zu machen.
...So fühlt man Absicht, und man ist verstimmt. (Goethe)
LNS

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