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Politik

Arbeitgeber sehen bei Altenpflegelöhnen keinen Handlungsbedarf

Freitag, 10. August 2018

/Peter Atkins, stock.adobe.com

Berlin – Angesichts einer positiven Gehaltsentwicklung im Altenpflegebereich hat der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) die Diskussion um höhere Löhne als „Debatte aus der politischen Mottenkiste“ kritisiert und stattdessen bessere Rahmenbedingungen für den Einsatz in- und ausländischer Arbeitskräfte gefordert.

„Die Löhne in der Altenpflege steigen kräftiger als die Löhne über alle Branchen“, erklärte bpa-Präsident Rainer Brüderle und verwies auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Demnach stieg das durchschnittliche Gehalt einer sozialversicherungs­pflichtig beschäftigten Altenpflegefachkraft von 2.621 Euro (2016) auf 2.744 Euro (2017) um 4,69 Prozent.

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Branchenübergreifend stieg der Durchschnittslohn dagegen um 2,43 Prozent (von 3.133 Euro auf 3.209 Euro). Seit 2015 stiegen die Löhne in der Altenpflege laut Entgeltatlas der Arbeitsagentur sogar um 7,31 Prozent, die aller Beschäftigten lediglich um 4,05 Prozent.

„Der Arbeitsmarkt für Altenpflegefachkräfte ist schon seit ein paar Jahren ein Bewerbermarkt. Das macht sich auch deutlich bei den Löhnen bemerkbar“, unterstrich der Verbandschef. Dennoch werde der Mangel an Altenpflegefachkräften trotz steigender Ausbildungszahlen auch künftig anhalten.

Vor diesem Hintergrund plädierte Brüderle dafür, ein unbürokratisches Einwanderungsgesetz zu verabschieden, damit die Unternehmer in der Altenpflege, künftig mehr Fachkräfte aus dem Ausland gewinnen können. © hil/sb/aerzteblatt.de

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