NewsAuslandEbolaausbruch gefährdet Vertrauen in Politik
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Ebolaausbruch gefährdet Vertrauen in Politik

Montag, 13. August 2018

Kongo, Mangina: Eine WHO-Mitarbeiterin bereitet Ebolaimpfungen für Helfer vor. /dpa

Köln – Ein Ebola-Ausbruch kann erhebliche gesellschaftspolitische Auswirkungen in den betroffenen Ländern haben. Er könne dazu führen, dass Menschen das Vertrauen in Autoritäten und Institutionen verlieren, schreibt ein Forschungsteam, das den gesellschaftlichen Einfluss einer Ebola-Epidemie am Beispiel von Liberia untersucht hat. Zu diesem Zweck wurden mehr als 600 Haushalte in der Region befragt.

Eine der Autorinnen, Jessica Junker vom Max Planck-Zentrum für Evolutionäre Anthropologie, sagte dazu im Deutschlandfunk, die Menschen hätten plötzlich weniger Vertrauen in die liberianische Regierung, aber auch in die Dorfoberhäupter gehabt. Dieser Vertrauensverlust sei kritisch, da er sich auf die politische Stabilität auswirken könne, betonte Junker. Auch könnte die Kriminalitätsrate steigen.

Anzeige

Junker empfiehlt Programme zur Förderung des Vertrauens in Regierungsinstitutionen, um die politische und auch die soziale Stabilität der Gesellschaft zu unterstützen. Infolge dessen seien dann auch gesundheitliche Schutzmaßnahmen besser umzusetzen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden in PLOS Neglected Tropical Diseases vorgestellt.

Derzeit gibt es im Kongo einen Ebola-Ausbruch. Seit dieser Woche werden Impfungen gegen das Virus durchgeführt, um eine Epidemie wie in Westafrika zwischen 2014 und 2016 zu vermeiden. Damals infizierten sich knapp 30.000 Menschen mit dem Virus - überwiegend in Guinea, Liberia und Sierra Leone. Mehr als 10.000 Menschen starben am Ebola-Fieber, knapp die Hälfte davon in Liberia. © kna/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Oktober 2019
Genf – Gesundheitsexperten prüfen Fortschritte beim Kampf gegen die lebensgefährliche Infektionskrankheit Ebola im Kongo in Afrika. Weil der Ausbruch nach mehr als einem Jahr noch nicht unter
WHO-Experten prüfen Fortschritte im Kampf gegen Ebola
7. Oktober 2019
Abuja – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) sieht Migration und Gesundheit eng miteinander verbunden. „Ohne Perspektiven auf Arbeit, Gesundheit und Sicherheit werden sich viele, zu viele auf
Gesundheit und Migration hängen für Spahn zusammen
7. Oktober 2019
Goma – Im Kongo haben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) zufolge fast zwei Drittel aller Ebolapatienten, die behandelt wurden, die gefährliche Krankheit überlebt. Von den 1.555 Menschen, die
Zwei Drittel aller Ebolapatienten in Kliniken im Kongo überleben
4. Oktober 2019
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat der Afrikanischen Union (AU) eine Million Euro für die Unterstützung des Ebola-Frühwarnsystems zugesagt. Das Geld soll in den Ausbau der
Spahn sagt eine Million Euro für Ebola-Frühwarnsystem zu
23. September 2019
Genf – Die Demokratische Republik Kongo will nächsten Monat einen zweiten Impfstoff gegen Ebola einführen. Ab Mitte Oktober komme ein experimenteller Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson
Kongo führt zweiten Impfstoff gegen Ebola ein
18. September 2019
Brüssel – Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie unterstützt die EU-Kommission den Kongo mit weiteren Hilfsmitteln. Knapp 30 Millionen Euro werden in das ostafrikanische Land fließen, wie die Brüsseler
EU unterstützt Kampf gegen Ebola mit weiteren Millionen
17. September 2019
Moskau – Bei einer Explosion und einem anschließenden Brand ist ein russisches Labor für Biowaffen beschädigt worden. Es bestehe jedoch keine Gefahr durch das Unglück in der Anlage in Sibirien, in der
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER