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Fresenius Kabi scheitert mit Klage gegen Hinrichtung in USA

Montag, 13. August 2018

/dpa

Chicago – Fresenius Kabi ist vor einem US-Gericht mit dem Versuch gescheitert, die geplante Hinrichtung eines Straftäters stoppen zu lassen. Der Konzern hatte vor dem Gericht im Bundesstaat Nebraska argumentiert, er könne nicht zulassen, dass bei der Hinrichtung per Giftspritze zwei seiner Präparate zum Einsatz kommen. Dies würde den Ruf des Unternehmens schädigen.

US-Richter Richard Kopf wies den Antrag jetzt zurück. Die Klage des Konzerns sei zu spekulativ, da die Behörden nicht mitgeteilt hätten, wer die Präparate in der Giftspritze hergestellt habe. Der Richter verwies darauf, dass ein weiterer Aufschub der Hinrichtung deren Vollzug allgemein infrage stellen würde: Zwei der Mittel näherten sich rapide ihrem Verfallsdatum, und es gebe keine „realistische Alternativen“.

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Fresenius Kabi will Hinrichtung in den USA gerichtlich stoppen

Chicago – Der deutsche Pharmakonzern Fresenius Kabi will eine im US-Bundesstaat Nebraska geplante Hinrichtung gerichtlich stoppen lassen. Das Unternehmen reichte vorgestern eine Zivilklage ein. Nach seinen Angaben ist Nebraska auf illegale Weise an zwei von dem Konzern hergestellte Substanzen gelangt, die am kommenden Dienstag bei einer Hinrichtung per Giftspritze verwendet werden sollen.

In Nebaska soll morgen der wegen Mordes verurteilte Carey Dean Moore mit einem Giftcocktail aus vier verschiedenen Mitteln hingerichtet werden. Woher die Mittel stammen, wollten die Behörden nicht verraten. Fresenius Kabi vermutete, dass zwei dieser Präparate aus seiner Produktion stammten. Der Konzern verkauft seine Produkte nach eigenen Angaben aber grundsätzlich nicht an Behörden, die sie für Hinrichtungen nutzen wollen. Der Konzern fürchtet bei der Verwendung seiner Substanzen für eine Hinrichtung auch eine „erhebliche Rufschädigung“ und begründete dies mit der in Europa vorherrschenden ablehnenden Haltung zur Todesstrafe.

US-Bundesstaaten, welche die Todesstrafe vollstrecken, haben es zunehmend schwer, an die Mittel für ihre Giftspritzen zu kommen. Immer mehr Pharmakonzerne lehnen einen Verkauf ihrer Substanzen für diesen Zweck ab. © afp/aerzteblatt.de

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