NewsVermischtesErinnerung an Euthanasie und Zwangssterilisation von Menschen mit Behinderungen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Erinnerung an Euthanasie und Zwangssterilisation von Menschen mit Behinderungen

Dienstag, 14. August 2018

Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasiemorde in Berlin-Mitte /dpa

Berlin – Mindestens 200.000 psychisch kranke und behinderte Menschen wurden während der Zeit des Nationalsozialismus im Rahmen des sogenannten Euthanasie­programms ermordet. Viele weitere wurden zwangssterilisiert. Seelisch behinderte Menschen wurden verfolgt und im Rahmen der Vererbungstheorien unter General­verdacht gestellt, angebliche „defizitäre Gene“ weiterzuvererben und die größen­wahnsinnige Ideologie der „reinen arischen Rasse“ zu kontaminieren. Eine Gedenk­veranstaltung für die Opfer von „Euthanasie“ und Zwangssterilisation findet am 31. August in Berlin unter dem Titel „Aus der Geschichte lernen“ statt.

„Euthanasie“ und Zwangssterilisation von Menschen mit Behinderungen seien in der NS-Diktatur möglich geworden, nachdem sie zuvor als „unheilbar“ und „lebensunwert“ erklärt wurden. Darauf wiesen 14 Verbände des Kontaktgespräches Psychiatrie in Berlin hin. Dazu gehören unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie und der Paritätische Gesamtverband.

Anzeige

Im Rahmen eines Kontaktgespräches fragen die Verbände jetzt nach der Rolle und der Lage der Angehörigen dieser NS-Opfer. „Wir finden (endlich) eine Bewegung vor, die in den zurückliegenden zehn bis 15 Jahren entstanden ist und sich ausgebreitet hat“, informieren die Verbände. Im ganzen Bundesgebiet gebe es immer mehr Angehörige, die Fragen zum damaligen Geschehen stellten, die Archive aufsuchten, recherchierten und eine Antwort suchten, was mit ihren in der Familie fast schon regelmäßig tabuisierten Angehörigen geschehen sei. Auch träten immer mehr Angehörige in die Öffentlichkeit brächen mit dem Tabu der Nachkriegsgeneration, hieß es aus den Verbänden. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

21. Februar 2019
Karlsruhe – Das Wahlrecht benachteiligt nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts teilweise Behinderte und ist in dem Punkt verfassungswidrig. Wer auf eine von einem Gericht bestellte
Bundesverfassungsgericht: Wahlrecht benachteiligt Behinderte
19. Februar 2019
Berlin – In Deutschland bestehen im Augenblick 38 Medizinische Behandlungszentren für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB). Acht von ihnen arbeiten im
38 Medizinische Behandlungszentren für Erwachsene mit geistiger Behinderung in Deutschland
19. Februar 2019
Magdeburg/Merseburg – Teilhabemanager sollen in Landkreisen und kreisfreien Städten dabei helfen, Hürden für Menschen mit Behinderung zu senken. Inzwischen seien fast überall solche Posten
Teilhabemanager sollen in Sachsen-Anhalt Hürden für Behinderte senken
12. Februar 2019
München – Der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, hat seine Forderung nach einem Wahlrecht für Menschen mit einer angeordneten Betreuung bekräftigt. Sie dürften nicht an
Behindertenbeauftragter: Kein Rollback bei Wahlrechtsänderung
4. Februar 2019
Hamburg – Union und SPD können sich offenbar nicht auf eine Reform des Wahlrechts für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung einigen. Das berichtet der Spiegel. Aktuell dürfen rund
Regierungsparteien uneins über inklusives Wahlrecht
31. Januar 2019
Berlin – Die Bundesregierung hat Opfern des Nationalsozialismus bisher bei einem Umzug in ein Alten- oder Pflegeheim die Opferrente gekürzt. Das Bundesfinanzministerium hat diese umstrittene Regelung
Bundesregierung lenkt im Streit um gekürzte NS-Opferrenten ein
31. Januar 2019
Berlin – Die Grünen werfen der Großen Koalition vor, eine Öffnung des Wahlrechts im Bund für viele Menschen mit Behinderung zu verschleppen. Die „Hängepartie“ von CDU, CSU und SPD sei „eine Farce“,
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

Anzeige
NEWSLETTER