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Weiter kein Durchbruch im Tarifstreit der Unikliniken Essen und Düsseldorf

Mittwoch, 15. August 2018

Universitätsklinikum Essen /dpa

Düsseldorf/Essen – Im seit Wochen andauernden Streit um eine Entlastung des Pflegepersonals an den Unikliniken Düsseldorf und Essen gibt es weiterhin keinen Durchbruch. Nach Arbeitgeberangaben boten beide Kliniken in den Gesprächen die Schaffung von zusätzlichen Pflegestellen an. Dennoch habe es aber keine Einigung gegeben.

Verdi verweigere sich zum wiederholten Mal einer Lösung im Sinne der Beschäftigten, beklagte der Ärztliche Direktor an den Essener Kliniken, Jochen Werner. Und das, obwohl man eine rechtlich verbindliche Vereinbarung zwischen Vorstand und Personalrat des Universitätsklinikums Essen, 100 zusätzliche Stellen in der Pflege, eine Vereinbarung zur Sicherstellung der praktischen Ausbildung in der Pflege, feste Regelungen zur Nachtbesetzung auf den Stationen sowie einen Vorschlag zum Konsequenzenmanagement, der den Umgang mit Personalengpässen regelt, gemacht habe.

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Die Gewerkschaft machte die Arbeitgeberseite für die ausbleibende Einigung verantwortlich. Diese habe plötzlich weitere inhaltliche Gespräche abgelehnt, erklärte das Verdi-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Pieper laut Mitteilung. Deshalb gingen die unbefristeten Streiks weiter.

In Essen wird seit vielen Wochen gestreikt, seit Anfang voriger Woche nach einer Urabstimmung. An den Düsseldorfer Unikliniken läuft der Streik bereits seit sieben Wochen. Dort können aktuell nur etwas mehr als 700 Patienten stationär versorgt werden, an normalen Tagen sind es bis zu 1.100.

46 Direktoren und Institutsleiter aus Düsseldorf haben kürzlich in einem Appell davor gewarnt, dass wichtige Operationen nicht mehr schnell und zeitkritische Krebstherapien nur verzögert stattfinden könnten. Sie baten die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen um Mithilfe. © dpa/may/aerzteblatt.de

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