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Politik

Krankenhausplan bringt keine Einschnitte bei Notfallversorgung in Rheinland-Pfalz

Freitag, 17. August 2018

/upixa, stock.adobe.com

Mainz – Der neue Krankenhausplan für Rheinland-Pfalz wird laut Gesundheits­ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) keine großen Einschnitte bei der Notfallversorgung bringen. Schon jetzt erfülle der weit überwiegende Teil der Kliniken dafür die Kriterien, sagte sie gestern in Mainz. Nur wenige täten dies noch nicht, hier liefen Gespräche. Der Erhalt der flächendeckenden Notfallversorgung sei ein Hauptziel des Plans.

Der neue Krankenhausplan soll dem Ministerium zufolge bis Ende dieses Jahres stehen und von 2019 bis 2025 gelten. Er bezieht sich der Ministerin zufolge auf 77 Kranken­häuser sowie 97 Standorte. Als Grundlage dient ein Gutachten, das die von Experten vorausgesagte Bedarfsentwicklung mit verfügbaren Bettenkapazitäten abgleicht.

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Ein erster Entwurf des Gutachtens hätte ursprünglich Ende Mai fertig sein sollen. Die Frist sei um vier Wochen verlängert worden, weil unter anderem der Aufwand bei der Bewertung von Daten aufwendiger als gedacht gewesen sei, sagte Bätzing-Lichten­thäler. Seit Ende Juni liege der Entwurf vor, eine Verzögerung für den Plan sei dadurch nicht entstanden. „Wir gehen jetzt in die Prüfung.“

Noch nicht berücksichtigt sei in dem Gutachten etwa die mittlerweile erfolgte Schließung eines Krankenhauses in Zweibrücken. Zudem würden seit Ende Juli und noch bis Mitte oder Ende September Gespräche mit Trägern geführt.

„Ich gehe davon aus, dass es in der Summe nicht mehr Betten geben wird“, sagte die Ministerin. Details zu Bettenzahlen ließen sich aber noch nicht sagen. Es werde Verschiebungen zwischen Fachrichtungen geben. So solle es künftig in jedem Krankenhaus geriatrische oder altersmedizinische Screenings geben, auch solle das nicht-stationäre Angebot in der Psychiatrie ausgebaut werden.

Der Landesrechnungshof hatte eine zu geringe Bettenauslastung in den Kranken­häusern kritisiert. Dazu sagte Bätzing-Lichtenthäler, für sie seien vor allem das Gutachten und die Trägergespräche maßgeblich. © dpa/aerzteblatt.de

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