NewsAuslandImpfstoffskandal: Funktionäre in China müssen Posten räumen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Impfstoffskandal: Funktionäre in China müssen Posten räumen

Freitag, 17. August 2018

Der Ständige Ausschusses des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) besteht aus sieben hochrangigen Parteimitgliedern. Darunter auch Xi Jinping, KPCh-Generalsekretär und Präsident der Volksrepublik China. /dpa

Peking – Als Konsequenz aus dem Impfstoff-Skandal in China sind eine Reihe hochrangiger Funktionäre bestraft worden. Jin Yuhui, Vizegouverneur der Provinz Jilin, sowie Liu Changlong, Bürgermeister der Provinzhauptstadt Changchun, müssen genau wie mindestens zwei weitere Beamte ihre Posten räumen. Das teilte der Ständige Ausschuss der Kommunistischen Partei gestern nach einer Sitzung mit. 35 weitere Beamte sollen demnach zur Rechenschaft gezogen werden.

Anzeige

Der Mitte Juli bekanntgewordene Skandal hat in China eine Welle der Empörung ausgelöst. Das Pharmaunternehmen Changchun Changsheng soll einen unwirksamen Kombi-Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (DTP) verkauft haben, der Kleinkindern verabreicht wurde. Gegen 18 Mitarbeiter wurden Haftbefehle beantragt.

Ein anderer Hersteller befindet sich ebenfalls im Visier der Ermittler. So seien in der Provinz Hebei Kindern schadhafte DTP-Impfstoffe des Wuhan Institute of Biological Products injiziert worden, wie es hieß.

Skandale mit fehlerhaften Medikamenten oder Nahrungsmitteln haben in China eine starke politische Sprengkraft, besonders, wenn Kinder betroffen sind. Auch gibt es wenig Vertrauen in die Aufsichtsbehörden. Chinas Präsident Xi Jinping hatte nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe eine sofortige Untersuchung und strenge Bestrafung der Verantwortlichen gefordert. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

24. März 2020
Nijmegen und Berlin − Nach einer unter Wissenschaftlern lange umstrittenen Hypothese löst eine Impfung mit Lebendviren eine unspezifische Aktivierung des Immunsystems aus, die die Geimpften auch
Können Tuberkulose-Impfstoffe die Abwehrkräfte gegen SARS-CoV-2 verstärken?
23. März 2020
Peking − Nach zwei Monaten strikter Isolationsmaßnahmen wegen des Coronavirus kehrt in Zentralchina langsam wieder Normalität ein. In der Millionenmetropole Wuhan, wo das Virus im Dezember
In Wuhan kehrt nach langer Isolation langsam wieder Normalität ein
21. März 2020
Berlin - Der amtierende Chef des Tübinger Biotechunternehmens CureVac, Franz Werner Haas, hält bereits ab Herbst die Versorgung zehntausender Menschen mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus für
CureVac-Chef: Ab Herbst könnten Zehntausende Corona-Impfstoff erhalten
17. März 2020
Berlin/Tübingen – Jüngste Medienberichte über einen mutmaßlichen Versuch der USA, sich exklusiven Zugriff auf einen möglichen SARS-CoV-2-Impfstoff aus Deutschland verschaffen, haben für Diskussion
CureVac: „Es gab kein Angebot aus den USA“
17. März 2020
Bethesda/Maryland – In Seattle haben gestern die ersten von 45 gesunden Probanden einer Phase-1-Studie einen experimentellen Impfstoff gegen das SARS-CoV-2 erhalten. Erste Ergebnisse könnten laut den
SARS-CoV-2: Erste Impfstoff-Studie hat in den USA begonnen
16. März 2020
Langen - Für die Pneumokokken-Impfstoffe Prevenar 13 und Pneumovax bestehen derzeit Lieferengpässe, wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mitteilt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat deshalb
Pneumokokken-Impfstoffe nur noch für Risikogruppen
15. März 2020
Berlin - Zwischen Deutschland und den USA gibt es einem Bericht der Welt am Sonntag zufolge Auseinandersetzungen um ein Tübinger Unternehmen, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeitet.
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER