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Ausland

Impfstoffskandal: Funktionäre in China müssen Posten räumen

Freitag, 17. August 2018

Der Ständige Ausschusses des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) besteht aus sieben hochrangigen Parteimitgliedern. Darunter auch Xi Jinping, KPCh-Generalsekretär und Präsident der Volksrepublik China. /dpa

Peking – Als Konsequenz aus dem Impfstoff-Skandal in China sind eine Reihe hochrangiger Funktionäre bestraft worden. Jin Yuhui, Vizegouverneur der Provinz Jilin, sowie Liu Changlong, Bürgermeister der Provinzhauptstadt Changchun, müssen genau wie mindestens zwei weitere Beamte ihre Posten räumen. Das teilte der Ständige Ausschuss der Kommunistischen Partei gestern nach einer Sitzung mit. 35 weitere Beamte sollen demnach zur Rechenschaft gezogen werden.

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Der Mitte Juli bekanntgewordene Skandal hat in China eine Welle der Empörung ausgelöst. Das Pharmaunternehmen Changchun Changsheng soll einen unwirksamen Kombi-Impfstoff gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (DTP) verkauft haben, der Kleinkindern verabreicht wurde. Gegen 18 Mitarbeiter wurden Haftbefehle beantragt.

Ein anderer Hersteller befindet sich ebenfalls im Visier der Ermittler. So seien in der Provinz Hebei Kindern schadhafte DTP-Impfstoffe des Wuhan Institute of Biological Products injiziert worden, wie es hieß.

Skandale mit fehlerhaften Medikamenten oder Nahrungsmitteln haben in China eine starke politische Sprengkraft, besonders, wenn Kinder betroffen sind. Auch gibt es wenig Vertrauen in die Aufsichtsbehörden. Chinas Präsident Xi Jinping hatte nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe eine sofortige Untersuchung und strenge Bestrafung der Verantwortlichen gefordert. © dpa/aerzteblatt.de

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